Kultur

Warten auf den „Flussgott“: Skulptur zum Steinheimer Stadtrechtsjubiläum wird erst 2021 enthüllt

Rund sechs Monate dauerte die Arbeit der Schweizer Künstlerin Maja Thommen an ihrem „Flussgott“.
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Rund sechs Monate dauerte die Arbeit der Schweizer Künstlerin Maja Thommen an ihrem „Flussgott“.

Im Rahmen des Jubiläums „700 Jahre Stadtrechte Steinheim“ sollte eigentlich am heutigen Freitag das Denkmal „Flussgott“ der Schweizer Künstlerin Maja Thommen vor der Kulturhalle eingeweiht werden. Doch Corona macht auch diesem Projekt einen Strich durch die Rechnung. „Die Skulptur ist fertiggestellt, die Künstlerin darf aber nicht reisen und zum 700-jährigen Jubiläum unter minimaler Beteiligung der Bevölkerung eine Stadtfahne von dem beeindruckenden Denkmal wegzuziehen, das wollten wir dann doch nicht machen“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Aufbau und Enthüllung der im Stadtteil nicht ganz unumstrittenen Skulptur wurden deshalb - wie bereits kurz berichtet - in das kommende Jahr verschoben.

Steinheim – Maja Thommen hatte 2019 den internationalen Wettbewerb zu einem Denkmal anlässlich des 700-jährigen Jubiläums der Stadtrechte von Steinheim gewonnen. Sie setzte sich bei den Beratungen der Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern unter anderem des Steinheimer Ortsbeirates, von Vereinen und Verbänden gegen 18 andere Bewerberinnen und Bewerber durch. Die 1965 in Zürich geborene renommierte Künstlerin lebt und arbeitet in Camaiore / Italien (www.majathommen.ch).

Ihre Arbeit an der 220 Zentimeter hohen Bronzefigur hat insgesamt sechs Monate gedauert: Im ersten Schritt erstellte sie die innere Metallstruktur, dieser folgte die Modellage mit 300 Kilogramm Ton. Anschließend wurde ein Silikon-Negativ erstellt und es folgten Wachsabguss, Armierung und der finale Guss mit 250 Kilogramm Bronze sowie Schweißarbeiten und Ziselieren.

„Beglückend war, wie die große Figur in meinem Atelier immer präsenter wurde - dies vor allem von dem Zeitpunkt an, als das Gesicht fertig war - zu dem eine echte Bindung entstand! Vor allem, wenn Kinder zu Besuch kamen, machte es viel Freude zu sehen, wie beeindruckt sie von diesem „Superhelden“ waren“, berichtet Maja Thommen von ihrer Arbeit.

Am Gesicht und der Wellenkrone zu arbeiten habe ihr am meisten Spaß gemacht, berichtet die Künstlerin. Auch das Schloss Steinheim, das einen Basaltstein kröne, sei aus ihrer Sicht gut gelungen. „Nun bleibt die Spannung, wie sich die Skulptur vor Ort in Steinheim präsentiert und vor allem wie der Flussgott von der Bevölkerung in seiner zeitlos lebhaften und freundlichen Präsenz aufgenommen wird.“

Das Denkmal wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 als Auftakt des Jubiläumsjahres „700 +1“ vor der Kulturhalle montiert und eingeweiht. „Das Fundament ist schon gegossen, auch die Stromleitungen für die Beleuchtung liegen bereits unter den Bodenplatten“, berichtet Martin Hoppe Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hanau. „Die Skulptur wird ohne Sockel montiert, so wie Moritz Daniel Oppenheim in der Innenstadt, auf dem Boden der Tatsachen, nah bei den Menschen.“ PM

Stolze 2,20 Meter groß ist der „Flussgott“, der ab Frühjahr 2021 vor der Kulturhalle stehen wird.

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