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Weihnachtsmarkt in Hanau könnte stattfinden - doch anders als gewohnt

Alle Jahre wieder: Wenn auf dem Hanauer Marktplatz der Weihnachtsmarkt stattfindet, weicht der Wochenmarkt auf den Freiheitsplatz aus. Archivfoto: Reinhard Paul
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Wenn der Hanauer Weihnachtsmarkt 2020 stattfindet, dann nicht in der gewohnten Form.

Kurzfristig kann wegen den aktuellen Corona-Infektionen keine Veranstaltung stattfinden. Trotzdem laufen die Planungen weiter. So auch für den Hanauer Weihnachtsmarkt, der jedoch anders werden könnte als gewohnt.

Hanau – „Die Situation ist aus heutiger Sicht schwierig“, sagt Martin Bieberle, Stadtentwickler und Geschäftsführer der Hanau Marketing-Gesellschaft (HMG) in Personalunion. Schwierig, weil keiner weiß, wie sich die Zahlen der Corona-Neuinfektionen entwickeln. Zumal in Hanau, wo der aktuelle Stand besorgniserregend ist. Das macht langfristige Planungen problemtisch. Und auch mögliche Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene sind zu berücksichtigen.

Gleichwohl: Für den Weihnachtsmarkt in der Hanauer Innenstadt und Open-Air-Aktionen zur Herbstzeit laufen Vorplanungen. Fest steht: Wenn der viel gelobte Hanauer Weihnachtsmarkt stattfindet, dann in ganz anderer Form als üblich. „Einen Weihnachtsmarkt wie sonst wird es nicht geben“, sagt Martin Bieberle. Die Alternative: Ein dezentraler weihnachtlicher Markt auf mehrere Plätzen in der Hanauer Innenstadt. Zwar würden dann auch auf dem Marktplatz einige wenige Buden stehen, so Bieberle, aber ebenso an anderen Stelle, etwa an der Wallonisch-Niederländischen Kirche oder auf dem Altstädter Markt. Bieberle: „Wir sind da erst in Vorprüfungen.“

Nicht nur zum Weihnachtsmarkt in Hanau gibt es zurzeit Planungen

Neben Konzeptionen für einen dezentralen Weihnachtsmarkt gibt es Überlegungen für weitere Open-Air-Veranstaltungen im Herbst. „Die Menschen brauchen so etwas“, ist Martin Bieberle überzeugt. Alles, was es momentan an Planungen gibt, stehe freilich unter dem Vorbehalt, dass die Infektionszahlen, zumal in Hanau, solche Veranstaltungen überhaupt zulassen.

Ungeachtet dessen gebe es Gespräche mit Gastronomen, so Bieberle, die in der Innenstadt ab Herbst Open-Air-Veranstaltungen im dann möglichen Rahmen organisieren wollen. Das reiche von Konzerten über ein Oktoberfest bis zu einer so genannten Pop-Up-Gastronomie, für die bei der städtische Baugesellschaft ersten Planungen laufen. Das bestätigt deren Geschäftsführer Jens Gottwald. Es gebe einen Gastronomen, der solch eine zeitweise Gastronomie auf dem Schlossplatz oder im angrenzenden Fronhof betreiben möchte. Die Idee: Die Besucher könnten in oder vor kleinen Glashäuern oder in Hütten bewirtet werden. Das könne nur im Verbund mit der Stadt umgesetzt werden, heißt. Wenn es denn kommt, sei ein Start schon im Herbst möglich - „ab Anfang Oktober“, sagt Gottwald. „Das letzte Wort ist da aber noch nicht gesprochen“ – eben wegen der ungewissen weiteren Entwicklung der Corona-Zahlen.

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