Stadtteil steht vor weiteren Veränderungen

Weiterer Umbau in Lamboystraße

Hanau - (hoh) Zu einer Stadtteiltour hatte der Verein „Freunde und Förderer Lamboy/Tümpelgarten“ eingeladen. Im Rahmen der Busfahrt stellten Stadtrat Axel Weiss-Thiel und der Fördervereins-Vorsitzende Hans Heimerl aktuelle und geplante Maßnahmen vor.

Aufmerksamkeit galt den ehemaligen Liegenschaften der US-Streitkräfte. Die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) biete Investoren Gebäude zum Verkauf an, sagte Weiss-Thiel. Derzeit gebe es Verhandlungen, damit in der Yorkhof-Kaserne an der Chemnitzer-Straße Eigentumswohnungen gebaut werden können. Auch für das nahe US-Wohnquartiers „Cardwell-Housing“ sei er zuversichtlich, dass es dort zügig zu einer Wohnungsbelegung kommt.

Im dortigen ehemaligen Kindergarten ist derzeit die Brüder-Grimm-Kita untergebracht, da deren Räume in der Innenstadt umgebaut werden. Im Anschluss an die Übergangslösung soll in Zusammenarbeit mit einem Verein die erste Hanauer Sport-Kita entstehen. Für diese Konzeption und zusätzliche Kinderbetreuungsplätze gebe es Bedarf.

Das ehemalige Gelände der Bereitschaftspolizei in der Cranachstraße, das im Besitz des Landes Hessen ist, soll an einen Investor verkauft werden. Dort sollen Reihenhäuser entstehen. Es stehe aber noch ein Landtagsbeschluss aus, so Weiss-Thiel.

Außerdem wurde die Hutier-Kaserne besucht, wo bekanntlich die neue Hanauer Hauptfeuerwache entsteht. Die Altlasten sind mittlerweile entsorgt. Mit dem Neubau soll in der 2. September-Woche begonnen werden. Auf dem Areal sollen in einem Gefahrenabwehrzentrum weitere Rettungs-Organisationen angesiedelt werden.

Auf dem benachbarten Gelände sei die „Idee eines Lkw-Hofs gestorben“, der potentielle Investor und die Stadt hätten unvereinbare Ziele gehabt. Eventuell sei dies ein Standort für den Autohandel.

Durch die Pflanzung von Bäumen und die Ansiedlung von Gastronomie sei die Lamboystraße in weiten Teilen zu einem „optischen Aushängeschild“ geworden. Mit Mitteln aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“ soll die Einfall-straße bald auch im Bereich von der Karl-Marx-Straße stadteinwärts bis zur Unterführung aufgewertet werden, so Weiss-Thiel.

Im Rahmen der sozialen Stadterneuerung werden derzeit die Außenanlagen vor den Wohnblöcken der Schwarzenbergerstraße 5 bis 13 neu gestaltet. Dort habe es eine positive Veränderung gegeben und es gebe jetzt „nicht mehr den Problembereich wie früher“, sagte der Stadtrat.

Auch anhand der Friedrich-Engels-Straße werde der positive Wandel der Wohnquartiere deutlich. Die neue betreute Seniorenwohnanlage sei großzügig gebaut. Viele Senioren aus dem Altenwohnheim Kepplerstraße sind dorthin gezogen.

Bei der Fahrt durch die Dartforderstraße erläuterte der Stadtrat mit Blick auf den renovierten Haus- und Wohnungsaltbestand, dass die städtische Baugesellschaft allein dort 11,8 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen gesteckt habe. „Dies ist mittlerweile ein sehr schönes Wohngebiet.“

Auf dem Gelände der früheren Milchzentrale an der Breitscheidstraße will ein Investor einen neuen Anlauf zur Vermarktung des Geländes nehmen. Nahe der Bahnlinie sollen Reihenhäuser entstehen. Vor der Rückkehr an den Ausgangspunkt Nachbarschaftshaus machten die Teilnehmer der Tour einen Stopp in der Gabelsbergerstraße. Dort soll die 1930 gebaute Häuserzeile 7 bis 17 und 8 bis 20 im Oktober abgerissen werden. Die „Sorgenkinder“ der Baugesellschaft stehen zu 80 Prozent leer. An dieser Stelle sind Doppelhäuser geplant.

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