Fassadenprogramm läuft bisher ins Leere

Wenig Interesse an Förderung

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So soll der Großauheimer Rochusplatz nach der Umgestaltung aussehen. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen für die rund 720. 000 Euro veranschlagt sind.

Großauheim/Wolfgang - Kein Hanauer Stadtteil wächst so schnell und wird so viel neue Einwohner bekommen wie Großauheim und Wolfgang. Die Bauprojekte waren denn auch ein wichtiges Thema beim jüngsten Stadtteiltreffen. Bei der jährlich stattfindenden Zusammenkunft waren Vertreter von Magistrat, Ortsbeirat, Seniorenbeirat sowie Mitarbeiter der städtischen Ämter und Eigenbetriebe dabei.

Der Stadtteil Großauheim/ Wolfgang ist allein seit Anfang des Jahres von 17.053 auf 17.271 Einwohner gewachsen. Und er wird erst recht boomen, wenn das Gelände der ehemaligen Pionier-Kaserne mit 1500 Wohneinheiten bebaut ist. Rund 5 000 Menschen werden dann dort leben. „Im ersten Halbjahr 2018 ist ein Bürgerwochenende auf dem Gelände vorgesehen, dass detailliert über alle Planungen im zukünftigen Pioneer Park Hanau informieren wird“, so OB Claus Kaminsky (SPD) beim Stadtteiltreffen. Mit den Bauarbeiten wolle man bereits im kommenden Jahr beginnen. Weiteres großes Thema im Stadtteil ist die Neugestaltung des Rochusplatzes. Wie ausführlich berichtet, hat die Stadtverordnetenversammlung im September den Umbau beschlossen. Mit einem Baubeginn wird in der zweiten Hälfte 2018 gerechnet. Der Gesamtkosten sollen 720.000 Euro betragen.

Enttäuschend jedoch sei das geringe Interesse der Großauheimer Immobilienbesitzer am Sanierungsprogramm für die Gebäudefassaden von Hauptstraße und Rochusplatz, stellte der OB fest. Das Stadtparlament hatte bereits Ende 2016 einen Topf von 300.000 Euro für Fassadengestaltungen in der Hauptstraße und am Rochusplatz bereitgestellt. Kaminsky: „Doch bisher wurden nur zwei Maßnahmen mit 10.000 und 7 000 Euro gefördert.“ Der Partner NH Projektstadt sei zwar mit weiteren Interessenten im Gespräch, doch habe man gehofft, mehr Immobilienbesitzer für eine Fassadensanierung begeistern zu können.

Auch im neuen Wohngebiet In den Argonnerwiesen gehen die Bauarbeiten voran. 142 Doppelhaushälften, drei Reihenhäuser und zehn Einfamilienhäuser entstehen dort. Zumeist ist der Rohbau bereits fertig. Der Endausbau der Erschließungsstraßen in dem Wohngebiet soll im Frühjahr/Sommer 2018 erfolgen. Grünes Licht gab Kaminsky für die gewünschte Umbenennung der städtischen Sportanlage „In den Tannen“ nach dem verstorbenen langjährigen Vereinsvorsitzenden des SV Wolfgang, Horst Bachmann. Die Umbenennung soll im Rahmen eines Jugendfußballturniers im Frühjahr/Spätsommer 2018 erfolgen.

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen soll im Stadtteil das Angebot der Kindertagesbetreuung ausgebaut werden. In den Argonnerwiesen soll eine Kita mit bis zu 110 Plätzen entstehen. Auch im Pioneer Park sei ab 2020 eine neue Einrichtung mit 122 Plätzen und eine Grundschule mit Ganztagesbetreuung geplant, erläuterte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD).

Eines der Themen in Sachen Verkehr war der Zustand der Auheimer Brücke, über den Stadtrat Thomas Morlock (FDP) bei dem Treffen informierte. Im Zuge der Brückenhauptprüfung waren erhebliche Betonschäden an dem Bauwerk festgestellt worden (wir berichteten). Diese beeinträchtigen die Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit. „Aus diesem Grund mussten Sofortmaßnahmen mit Netzsicherungen für die Schifffahrt ausgeführt werden“, so Morlock. Außerdem ist das Befahren der Brücke für Fahrzeuge jeglicher Art durch den Einbau fest verankerter Poller verhindert worden, so dass die Brücke nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden dürfe. „Aufgrund der Schäden werden die Intervalle der Brückenkontrollen verkürzt, um ein Fortschreiten der Schäden rechtzeitig erkennen zu können“, so Morlock. Geld, um die denkmalgeschützte Brücke zu sanieren oder erneuern sei für 2020 vorgesehen. (cs.)

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