Mann schimpft, wirft Flaschen und streitet lautstark

Nachbarschaft in der Jakobusstraße lebt in Angst

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Symbolbild

Großauheim - Der Alptraum eines jeden Mieters: Ein Nachbar, der einem das Leben zur Hölle macht. Eine Leserin aus Großauheim berichtet von einem solchen Fall. Was können Mieter tun? Von Sebastian Schilling

Die „ganze Nachbarschaft“ lebe in Angst, sagt Maria Ravova (Name von der Redaktion geändert). Der Mann wohne in einem Haus an der Jakobusstraße, beschimpfe andere Mieter, werfe Flaschen aus dem Fenster und streite sich regelmäßig lautstark mit seiner Freundin. Erst vor Kurzem habe er einem anderen Mann auf offener Straße eine Flasche auf dem Kopf zerschlagen. Die herbeigerufene Polizei habe ihn in Handschellen abgeführt, doch schon kurze Zeit später sei er wieder zuhause gewesen, berichtet Ravova. Die Polizei bestätigt, dass an dem genannten Zeitpunkt ein Einsatz in der Straße stattgefunden hat. Zwei Männer seien vorübergehen verhaftet worden, einer habe die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen müssen. Doch der Verdacht auf Körperverletzung rechtfertige keine Untersuchungshaft, deswegen war der Mann schon kurze Zeit später wieder auf freiem Fuß.

Ravova berichtet weiter, dass bereits mehrere Nachbarn den Mann angezeigt hätten. Auch an die Hausverwaltung habe man sich bereits mit der Bitte gewandt, etwas zu unternehmen, doch da stoße man nur auf taube Ohren. Auch unserer Zeitung gegenüber will sich die Hausverwaltung nicht äußern. Dabei lebt der Mann Ravova zufolge schon seit etwa einem Jahr in dem Haus. Die Probleme müssten also bekannt sein, zumal auch die Polizei bestätigt, dass sie in der Jakobusstraße öfter zu tun hat.

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„Immer, wenn was ist, anrufen“, sagt Andrea Ackermann, Sprecherin des Polizeipräsidiums Südosthessen, auf die Frage, was Mieter denn in einer solchen Situation tun können. „Wir kommen immer, egal zu welcher Uhrzeit.“ Bürger sollten keine Scheu haben, die Polizei zu rufen, wenn sie Angst hätten oder sich bedroht fühlten. Ackermann empfiehlt außerdem, das Gespräch mit dem Leiter der zuständigen Polizeidienststelle zu suchen. „Die sind für den Bürger ansprechbar, da kann man mal einen Termin machen.“ Sie empfiehlt außerdem, sich an die polizeiliche Beratungsstelle zu wenden.

Auch Hans-Egon Heinz, Vorsitzender des Hanauer Mietervereins, rät, bei Störungen und Belästigungen die Polizei zu rufen. Auch könne man sich an das Ordnungsamt oder auch an das Jugendamt wenden. Ansonsten bleibe dem Mieter nur, sich an seinen Vermieter zu wenden, und den auf die Situation aufmerksam zu machen. Helfe auch das nichts, könne man „dem Vermieter ankündigen, dass man die Miete mindert.“

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