Werksführungen ausgebucht

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Mit dem Eisenross auf vier Rädern, auf dem sich örtliche Veranstalter der Tage der Industriekultur zum Foto postierten, sind in der Frühzeit der Industrialisierung Bauern über die Felder gedampft.

Hanau - „Wir haben noch Platz,“ sagte Axel Karl, Vorstandsmitglied im Verein Museumseisenbahn Hanau. Der Verein öffnet am Samstag und Sonntag, 11. und 12. August, das historische Bahnbetriebswerk an den Heideäckern zu einem Fest. Von Erwin Diel

Die Eisenbahnnostalgie gehört zum Rahmenprogramm der 10. Tage der Industriekultur Rhein-Main, die gestern offiziell begonnen haben. Bis Sonntag laufen in der Region zwischen Bingen und Miltenberg 360 Veranstaltungen an 170 Orten in 40 Kommunen.

Der Kessel des „Fowler Leeds“.

Anders als im Bahnbetriebswerk sind in etlichen Fällen die Platzkapazitäten bereits vor dem Start erschöpft. Nichts geht mehr zum Beispiel bei den Werksführungen am Freitag bei Heraeus Quarzglas. Für die beiden Führungen am Samstag im Industriepark Wolfgang sind noch Restplätze vorhanden. Und auch der Hanauer Hafen kann den Umschlag interessierter Besucher bei seinen Führungen trotz einer kurzfristigen Ausweitung des Angebots nur mit Mühe bewältigen, wie Hafenleiter Jörg Krieger bei einem Pressegespräch zum Hanauer Teil des Programms erläuterte, zu dem Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold die örtlichen Veranstalter ins Museum Großauheim eingeladen hatte. Anmeldungen (Telefon 06181/399021) möglich sind noch zur Führung am Freitag um 14 Uhr durch das Holzimprägnierwerk Rüttgers an den Heideäckern.

Drei Veranstaltungen zu den Tagen der Industriekultur

Das nach längerer Umbauphase wieder eröffnete Museum Großauheim bietet drei Veranstaltungen zu den Tagen der Industriekultur an. Heute öffnet um 19 Uhr die Ausstellung „Vom Wasser aus - Industriefotografien entlang des Mains“. Um Head-up-Displays geht es in einem Vortrag am morgigen Donnerstag, 19 Uhr (Anmeldung unter 06181 295571), im Museum. Ein Experte stellt die optische Technologie vor, bei der Anzeigen, etwa der Tacho von Autos, frei über der Motorhaube zu schweben scheinen. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 begrenzt.

Am Sonntag dann steigen von 11 bis 17 Uhr mal wieder Rauch und Dampf über dem Museum am Pfortenwingert im Großauheimer Ortskern auf. Zum Tag der Industriekultur werden Dampfkessel etwa eines Traktors sowie einer mobilen Stromerzeugung vom Förderverein Dampfmaschinenmuseum angeheizt. Es gibt Führungen, Kinder können Dampfboote basteln, Buttons herstellen oder malen. Auch für Verpflegung ist gesorgt.

Das komplette Programm der Tage der Industriekultur liegt als 120-seitiges Heft in vielen öffentlichen Einrichtungen aus oder kann im Internet auf www.krfrm.de eingesehen werden.

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