Polarwolf-Nachwuchs in sechs Wochen

Im Wildpark sind Neuerungen geplant

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Bei der Polarwölfen im Klein-Auheimer Wildpark soll sich in rund sechs Wochen Nachwuchs einstellen.

Klein-Auheim  - In etwa sechs Wochen soll sich bei den Polarwölfen im Klein-Auheimer Wildpark „Alte Fasanerie“ der Nachwuchs einstellen, mit dem zuvor eigentlich keiner gerechnet hatte. Von Dieter Kögel

Die Jungtiere dürften eine weitere Attraktion in dem Tierpark werden, der 2015 etwas weniger Besucher verbuchte als im Jahr davor. Um den 21. April herum erwartet Dr. Marion Ebel den eigentlich unerwarteten Nachwuchs bei den Polarwölfen. Das teilte die Wildparkbiologin den Mitgliedern des Fördervereins für die „Fasanerie“ bei der Jahreshauptversammlung mit. Und der Nachwuchs soll zum Publikumsmagneten werden und die Besucherzahlen wieder nach oben gehen lassen. Denn im vorigen Jahr verbuchte der Wildpark mit 190 000 Besuchern etwa 20 000 weniger als 2014 - der Witterung wegen, wie Stefan Brinkmann vom Forstamt Wolfgang erläuterte. Es sei zu lange zu heiß gewesen, Schwimmbad oder Badesee hätten bei den potenziellen Kunden den Vorzug genossen. „Wetterbedingte Schwankungen,“ so Brinkmann, „das liegt einfach in der Natur des Wildparks.“

Und der hat derzeit ganz andere Sorgen als Trockenheit und Hitze, so die Vorsitzende des Fördervereins, Hannelore Moravec. Es ist die Nässe, die Probleme bereitet. So steht das Storchen-Gehege unter Wasser, Drainagegräben und Rohre müssen gereinigt werden, um den Abfluss der Wassermengen zu beschleunigen. Die Vorsitzende bot ehrenamtliche Hilfe bei den Arbeiten an, forderte dafür aber einen Maßnahmenkatalog von Hessen Forst, dem Betreiber des Wildparks. Denn man wolle „es richtig machen“, damit „wir nächstes Jahr nicht schon wieder vor dem gleichen Problem stehen.“

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Dass die ehrenamtliche Unterstützung bestens funktioniert, belegte Moravec mit dem Einsatz bei sechs Projekten in 2015, bei denen mit einem Materialaufwand von 1100 Euro an verschiedenen Stellen sehr viel verbessert werden konnte. Dazu kommen Maßnahmen, die vom Förderverein mit erheblichen Finanzmitteln unterstützt wurden, wie der Bau des neuen Wildkatzengeheges.

In diesem Jahr stehen zahlreiche Erhaltungsmaßnahmen im Wildpark an. Dazu kommt die Bepflanzung rund um die neuen Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude. Zu trocken sei es dafür im vergangenen Jahr gewesen, die Pflanzungen „wären einfach verbrannt“, erläuterte Stefan Brinkmann, der für 2016 die Erneuerung der Kassen-Situation am Nebeneingang Steinheimer Tor in Aussicht stellte und die Verbesserung der dortigen Sanitäranlagen.

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Als neue Attraktion könnte schon in diesem Jahr im neuen Wildkatzengehege eine Futterfang-Anlage entstehen, die es den Besuchern ermöglicht, die Wildkatzen beim Beutezug zu beobachten. Nach dem Ableben der Schneeeule „Hedwig“ will man das Gehege für 30.000 Euro neu gestalten - mit maßgeblicher Unterstützung des Fördervereins. Und der hat auch bereits Geld aus einer Erbschaft in der Kasse, um das gewünschte Gehege für Fischotter zu realisieren. Voruntersuchungen haben laut Marion Ebel bereits stattgefunden, jetzt erwarte man ein Gutachten, in dem die Machbarkeit bescheinigt wird. Die Chancen dafür, so Ebel, „stehen sehr gut.“

Aufgrund der einwandfreien Vereins- und Kassenführung war die einstimmige Entlastung des Vorstandes für die anwesenden Mitglieder des insgesamt 2348 Mitglieder starken Fördervereins reine Formsache. Einstimmig erfolgte auch die Wahl des Kassierers Tobias Lehmann, der Elke Grünberg ablöst, die das Amt wegen beruflicher Belastungen zur Verfügung stellte. Zudem standen Ehrungen von Mitgliedern für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft auf der Tagesordnung. Und: Heinz Ross wurde für sein ehrenamtliches Engagement im Wildpark, unter anderem als Vogelschutzbeauftragter, zum Ehrenvorsitzenden des Fördervereins ernannt.

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