Eifrige Helfer im Wildpark

Wasserbau neben den dösenden Waschbären

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Peter Dries, Frank Moravec und Wolfgang Heidrich setzten die Pumpe im Waschbären-Gehege wieder in Gang.

Klein-Auheim - Auf sie ist Verlass und ihr Engagement ist für das hauptamtliche Wildpark-Team von Hessen-Forst unersetzlich. Von Holger Hackendahl 

Sie erledigen engagiert ihre Aufgaben und übernehmen kleinere Reparaturen, die im engen Arbeitsalltag der Tierpfleger, die sich um die 350 Wildpark-Bewohner kümmern, kaum Platz finden. Viele Projekte und Veranstaltungen wären ohne sie nicht denkbar. Und auch der Zustand vieler Gehege wäre ohne ehrenamtliche Helfer kaum so gut.

Am Samstag legten wieder vier Helfer aus den Reihen des Wildpark-Fördervereins sechs Stunden lang in der Alten Fasanerie Hand an. Peter Dries, Friedel Como, Frank Moravec und Wolfgang Heidrich, der Vize des Fördervereins und ehemalige Revierförster, befreiten am Vormittag die in diesem Frühjahr wegen des vielen Regens bereits gut gefüllten Wassergräben von Ästen, Laub, Schlamm und Steinen, erläuterte Hannelore Moravec, Vorsitzende des 2500 Mitglieder zählenden und mittlerweile 50 Jahre alten Wildpark-Fördervereins. „Rund 30 Helferinnen und Helfer aus unseren Reihen sind bei Arbeitseinsätzen, Festen und Veranstaltungen wie den Wolfsspaziergängen und bei Themennachmittagen aktiv“, beziffert Moravec die ehrenamtlich geleistete Arbeit im Vorjahr auf 450 Stunden. Nicht mitgezählt sind die vielen Stunden, in denen sich Heinz Ross um die Reinigung der 100 Nistkästen im Wildpark kümmert.

Am Samstagnachmittag ging es dann zum in den Wintermonaten still gelegten Wasserlauf im WaschbärenGehege. Während die meisten der zehn Waschbären in Astgabeln oder in ihren Holzkästen dösten, bauten die vier Ehrenamtler die Pumpe wieder ein, setzten sie in Betrieb und leerten die unterirdischen Wasserfässer. Sie wurden mit Frischwasser aus dem Leitungssystem des Wildparks neu befüllt. „Im Winter reinigen wir die Pumpen und ölen sie“, erläuterte Frank Moravec. In Kürze wollen die vier Helfer dann auch den Wasserlauf bei den Dachsen, Marderhunden und im Storchengehege wieder in Betrieb nehmen.

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Die Ehrenamtlichen kümmern sich jedoch nicht nur um kleinere Reparaturen oder die Reinigung von Wassergräben, sondern beweisen auch sonst handwerkliches Geschick. So zimmerten sie neue Häuschen für die Kaninchen in der Haustier-Abteilung des Wildparks. „Auch das Maushäuschen vor dem Gerhard-Schulz-Haus, dem Infozentrum, wurde saniert“, berichtet Hannelore Moravec. Der Innenraum wurde mit Holz verkleidet und neue Klettergeräte für die kleinen Nager angebracht. Vom Engagement der Ehrenamtler profitieren somit nicht nur die großen Tiere des Klein-Auheimer Wildparks, sondern auch die Kleinsten.

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