OB: „Wir müssen mit Blindgängern rechnen“

Hanau (did) - „Folgt man seriösen Schätzungen, endeten bis zu 30 Prozent der abgeworfenen Bomben als so genannte Blindgänger. Da müssen wir in Hanau  davon ausgehen, dass unter der Asphaltdecke des Freiheitsplatzes noch Kampfmittel des zweiten Weltkriegs liegen, die geborgen und beseitigt werden müssen,“ sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Er sieht die Stadt allerdings für den Fall der Fälle gut gewappnet. So erließ der Kampfmittelräumdienst beim Regierungspräsidium Darmstadt strenge Auflagen, die erfüllt sein müssen, bevor die archäologischen Untersuchungen sowie der so genannte Vorverbau auf dem Freiheitsplatz in den nächsten Wochen beginnen können. Wie Gerhard Gossens, Leiter des Kampfmittelräumdienstes beim RP Darmstadt, erläutert, hängt das konkrete Vorgehen von der Bau- und Funktionsweise der gefunden Kampfmittel ab. Eine Evakuierung der unmittelbaren Nachbarschaft am Freiheitsplatz sei während einer Entschärfungsphase jedoch immer notwendig.

In mehreren Gesprächsrunden, an denen auch Vertreter von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und dem Hanauer Ordnungsamt teilgenommen haben, wurden in den letzten Wochen gemeinsam sowohl Pläne für die Räumung der Häuser als auch für die notwendigen Straßensperrungen erarbeitet. Ergänzende Informationen für die möglicherweise betroffenen Anwohner sollen in den Tagen vor Sondierungsbeginn versandt werden, kündigte OB Kaminsky an.

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