Die Polizei sucht nun Zeugen

Blutige Auseinandersetzung bei AfD-Veranstaltung

Hanau- Nach einer Veranstaltung der AfD und einer Gegendemonstration am Freitag in Hanau-Steinheim ermittelt die Polizei gegen drei Männer wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Zwei Männer im Alter von 71 und 74 Jahren sollen mit einem 43-Jährigen in Streit geraten sein, berichtete die Polizei am Montag in Offenbach. Dieser sei in wechselseitigen Handgreiflichkeiten geendet. Danach wurde ein Rettungswagen gerufen. Ob damit jemand in ein Krankenhaus gebracht wurde und wenn ja, warum, stand zunächst nicht fest. Die Polizei ermittle nach zwei Anzeigen gegen alle Beteiligten. Dabei hofft sie auf Zeugen.

Wie viele Menschen an der AfD-Veranstaltung teilgenommen haben und wie viele dagegen demonstriert haben, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht genau sagen. Nach Darstellung des DGB Südosthessen ist ein Gewerkschafter von zwei mutmaßlichen AfD-Anhängern angegriffen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden. DGB-Regionsgeschäftsführerin Ulrike Eifler sagte laut Mitteilung: "Mich erschreckt die Skrupellosigkeit der Tat: am helllichten Tag, mitten in unserer Kundgebung und unter den Augen der Polizei - die Täter müssen sich sehr sicher fühlen."

AfD will "Festung Europa"

Robert Lambrou, einem der beiden Sprecher der AfD Hessen, ist von so einem Vorfall nach eigenen Worten dagegen nichts bekannt. Ein etwa 50 bis 60 Jahre alter Mann mit zerschlagener Brille und Blutspuren im Gesicht habe jedoch in der Halle gesagt, er sei von einem Demonstranten unvermittelt geschlagen worden. Lambrou betonte, die AfD lehne Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ab. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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