Geschwister an Otto-Hahn-Schule positiv getestet / Inzidenz geht zuück

Zwei weitere Klassen im Fokus

Hanau/Region – Erneut gab es am Mittwoch zwei positive Testergebnisse an einer Hanauer Schule. Insgesamt wurden für die Stadt sieben neue Fälle gemeldet. Unter anderem wurde bei einem Geschwisterpaar an der Otto-Hahn-Schule das Coronavirus festgestellt. Die Schüler waren jedoch in dieser Woche schon nicht mehr im Unterricht, sondern vorsorglich zu Hause.

Das entsprechende Fachteam Schule des Kreisgesundheitsamtes hat unverzüglich damit begonnen, die Kontaktpersonen aus zwei Klassen zu ermitteln und zu informieren, heißt es in einer Mitteilung, die der Redaktion vorliegt.

Mit der Tagesmeldung vom Mittwoch sinkt der Inzidenzwert in Hanau von 70 auf 58,2 und auch für das gesamte Kreisgebiet geht die Quote auf 24,5 leicht zurück. Insgesamt meldete das Gesundheitsamt gestern 13 neue Coronavirus-Infektionen. Neben den Fällen aus Hanau kommen die Personen aus Schlüchtern (2), Bad Soden-Salmünster (2), Birstein und Maintal. Damit addiert sich die Gesamtzahl der Fälle im Main-Kinzig-Kreis auf 1115. Da heute keine weiteren Veränderungen gemeldet wurden, steigt die Zahl der „aktiven“ Fälle auf 211. Stationär behandelt wird weiterhin nur ein Patient aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Zudem hat der Main-Kinzig-Kreis am Mittwoch die bereits angekündigten vorbeugenden Maßnahmen und Einschränkungen in einer Allgemeinverfügung veröffentlicht. Zur Erläuterung dieser Regelungen wurden einige Antworten auf häufig gestellte Fragen formuliert und unter anderem auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises im Bereich CoroNetz veröffentlicht. Hier findet sich auch ein neues Kontaktformular, mit dem konkrete Anliegen zu den neuen Regelungen an die Fachleute vom Landratsamt gerichtet werden können.

Damit soll das Bürgertelefon entlastet werden, das vorrangig für die drängenden gesundheitlichen Fragestellungen oder akute Probleme eingerichtet wurde.

Indes hat der Chef des Frankfurter Flughafens die geplante Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer als „Schritt in die völlig falsche Richtung“ kritisiert. „Eine pauschal angeordnete Quarantäne bedeutet faktisch einen zweiten Lockdown für die Luftverkehrs- und Tourismusbranche und für alle Menschen, die über Ländergrenzen hinweg unterwegs sein müssen“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Neben Urlaubern würden insbesondere Geschäftsreisende getroffen.

Schulte sprach sich dafür aus, die Testkapazitäten für das Coronavirus auszubauen. „Hier am Flughafen Frankfurt haben wir gezeigt, dass dieses System funktioniert. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Politik und Wirtschaft haben wir innerhalb kürzester Zeit die benötigte Infrastruktur geschaffen. Nur weil in einigen Fällen die Test-Kapazitäten knapp werden, ist es völlig falsch, die bereits aufgebaute Testinfrastruktur abzuschaffen.“ Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Peter Gerber, warnte davor, dass eine pauschale Quarantänepflicht nach dem Besuch von Risikogebieten den Verkehr zum Erliegen bringe. „Damit werden erneut rund 80 Prozent der Flugziele im Luftverkehr mit Deutschland blockiert.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und mehrere Ressortkollegen aus den Ländern streben an, die kostenlosen Corona-Tests für Reiserückkehrer abzuschaffen. Rückkehrende aus Risikogebieten sollen sich in Quarantäne begeben und diese künftig frühestens mit einem fünf Tage nach Einreise vorgenommenen negativen Test verlassen dürfen.  bac/dpa

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