Nur noch drei Minuten lang duschen

120 Teilnehmer beim ersten Klimaschutz-Wettbewerb in Heusenstamm

Worldwatchers heißt die App für den Wettbewerb.
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Worldwatchers heißt die App für den Wettbewerb.

Rund drei Tonnen Kohlendioxid (CO2) haben mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Heusenstammer Klimathons eingespart. Sollten sich diese Bürger dazu entschließen, die Wettbewerbe dauerhaft in ihren persönlichen Lebensalltag zu integrieren, könnte sich daraus ein jährliches Einsparpotenzial von etwa 150 Tonnen CO2 ergeben.

Heusenstamm – Vom 2. November bis zum 13. Dezember fand dieser Klimathon (Klimaschutz und Marathon) statt (wir berichteten). Hauptziel dieses App-basierten Wettbewerbs war und ist es, den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln und diesen mit der Hilfe von Vorschlägen und Maßnahmen intensiv und mit Spaß zu verbessern. In der Schlossstadt wurden während dieses Zeitraums 623 sogenannte Challenges erfolgreich absolviert, also knapp sechs pro Person.

Ganz vorn lagen bei den Maßnahmen zur Kohlendioxid-Verringerung der sparsamere Umgang mit der Spülmaschine. Auf Platz zwei steht das Halbieren der durchschnittlichen Duschzeit von sechs Minuten auf drei Minuten. Das Umstellen von konventionellem auf Öko-Strom und gekauftes Mineralwasser gegen Leitungswasser einzutauschen, landeten in der Beliebtheit auf den Plätzen drei und vier. Auf Platz fünf steht, die Wäsche eine Temperaturstufe niedriger als gewohnt zu waschen.

Insgesamt ziehen die vier Initiatoren für den ersten Klimathon ein positives Fazit. „Für die erste Runde ist die Resonanz ziemlich beeindruckend und Luft nach oben ist immer“, sagt Bürgermeister Halil Öztas. „Wir freuen uns, dass in so kurzer Zeit schon so viel Gutes für unser Klima getan wurde – das ist für uns alle ein Gewinn.“ Auch Julia Weitzel und Hendrik Fett von den Naturengeln sind voll des Lobes: „Die Naturengel sind begeistert von 120 Heusenstammern, die mit ihrer Teilnahme am Klimathon einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes geleistet haben. Die Inspirationen aus der App haben gezeigt, dass Maßnahmen zum Klimaschutz den Alltag bereichern und viele positive Nebeneffekte in Bezug auf Gesundheit, Gewissen und den Geldbeutel haben können.“ Die Maingau Energie hat das Projekt finanziell unterstützt. Auch Geschäftsführer Richard Schmitz ist angetan von der beachtlichen Beteiligung: „Es ist spannend zu sehen, mit welchen einfachen Ideen für den Alltag am schnellsten eine positive Wirkung für unser Klima erreicht werden kann.“

Der Heusenstammer Christoph Kunz vom Klima-Start-Up worldwatchers hat aufgrund zahlreicher Anregungen und Rückmeldungen der Nutzer bereits erste Optimierungen an der App gespeichert. So ist in diesem Jahr geplant, auch die Teilnahme von Teams anzubieten. So könnten gesunder, sportlicher Einsatz einerseits und Gruppendynamik andererseits noch besser für ein gutes Klima eingesetzt werden.

Vier Partner – die Naturengel, Christoph Kunz als Gründer des Klima-Start-Ups, Bürgermeister Halil Öztas und die Maingau Energie, hatten sich zusammengetan, um diesen ersten Klimathon für alle Bürger Heusenstamms zu realisieren. Der Wettbewerb war mit dem parallel durchgeführten Oberurseler Klimathon eines von zwei bundesweiten Pilotprojekten. Die kostenlose App ist in der Stores auf Smartphones zu finden. (clb)

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