750-Jahr-Feier im Stadtteil ein Rembrücker Erfolg

Bürgerforum korrigiert Veröffentlichung der SPD

Die „Offenen Höfe“ während der 750-Jahr-Feier Rembrückens im Juni 2018 fanden großen Anklang.
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Die „Offenen Höfe“ während der 750-Jahr-Feier Rembrückens im Juni 2018 fanden großen Anklang.

Zwei Jahre ist es her, dass in Rembrücken dessen 750-jähriges Bestehen gefeiert wurde. An einem Sonntag im Mai 2018 sowie einem Wochenende Mitte Juni wurde dieses Jubiläum ausgiebig und mit vielen Besuchern begangen. Entscheidender Motor des gesamten Festes war das Bürgerforum Rembrücken (BFR), in dem sich vor 19 Jahren engagierte Bewohner zusammengefunden haben, um die Interessen der Rembrücker zu vertreten. Jetzt hat das Bürgerforum mit einem offenen Brief verärgert auf einen Flyer reagiert, den die SPD Heusenstamm kürzlich im Stadtteil verteilen ließ.

Heusenstamm – Unter der Überschrift „Wir haben Wort gehalten“ heißt es darin unter anderem: „750-Jahr-Feier war ein voller Erfolg“ und „Für den Erhalt der Durchfahrtsgeschwindigkeit in Rembrücken gekämpft“ – gemeint ist Tempo 30 auf der Heusenstammer Straße. Und an anderer Stelle steht: „Während der gelungenen 750-Jahr-Feier waren die ,offenen Höfe’ ein voller Erfolg.“

Dr. Hartmut von Kienle betont als Sprecher des Gremiums, das Bürgerforum sei stets bemüht, sich aus Auseinandersetzungen der politischen Parteien herauszuhalten. Doch gebe ein Papier der SPD Heusenstamm Anlass, sich zu Wort zu melden – mit der „an Schizophrenie grenzenden Situation“, dass man zwar mit der Verwaltung Diskussionen und Zusammenarbeit praktiziert hatte, jetzt aber zur SPD-Veröffentlichung Ergänzungen beziehungsweise Korrekturen anbringen müsse.

So treffe zu, dass die 750-Jahr-Feier ein voller Erfolg war. Allerdings müsse erwähnt werden, dass der Festgottesdienst mit Rembrücker Messe und Besuch des Bischofs von der katholischen Kirchengemeinde mit Professor Elmar Götz als Spiritus Rector organisiert wurde. Die Übertragung der Festmesse ins Festzelt und Internet sei, genau wie die musikalische Umrahmung der Akademischen Feier, durch das BFR vermittelt worden. Die akademische Feier im Festzelt wurde von der Verwaltung „in professioneller Form exzellent“ organisiert.

Das Festwochenende wurde mit einem Open-Air-Konzert eröffnet, das weit über die Kreisgrenzen Anklang und Besucher gefunden habe. Von Kienle: „Dieses Programm musste in zähem Ringen gegen das von der Verwaltung vorgesehene Platzkonzert einer bayerischen Trachtenkapelle durchgesetzt werden. Die Idee und die Koordination der ,Offenen Höfe’ stammte ausschließlich aus dem Kreis des Bürgerforums, ebenso die Idee einer Kunstausstellung. Es muss aber auch vorbehaltlos anerkannt werden, dass die Verwaltung in Perfektion den äußeren Rahmen (Straßensperrung, Shuttle-Busse, Parkplätze) organisiert hat. Planung und Durchführung der Veranstaltung wurde in enger Zusammenarbeit der Verwaltung mit dem Bürgerforum umgesetzt; eine Beteiligung der SPD als Partei ist nicht erkennbar.“

Zum Tempo 30 auf der Durchgangsstraße müsse präzisiert werden, schreibt von Kienle, die Verwaltung habe zwar vorgeschlagen, Tempo 30 als „Versuchsstrecke“ beizubehalten. Das Bürgerforum aber habe mit mehr als 500 Unterschriften in Darmstadt und in Wiesbaden argumentiert, dass sich seit der Einführung von Tempo 30 dort kein nennenswerter Unfall ereignet hat. Das Verkehrsministerium habe sich diesem Argument angeschlossen. „Es erscheint unfair, wenn sich eine einzelne Partei die mehr als 500 Unterschriften von Rembrückern, die ohne Rücksicht auf Parteibindung nur um der Sache willen unterschrieben haben, auf ihre Fahne heftet.“

(Von Claudia Bechthold)

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