„Alles auf Anfang“ nach Brand

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Der OGV-Vorstand (von links): Schriftführer Herbert Niederlechner, Beisitzerin Angelika Trübenbach, stellvertretender Vorsitzender Roland Fisch, Beisitzer Alfred Kübert, Vorsitzende Pia Kemmerer, Kassierer Gert Kaiser und Beisitzer Simon Schley.

Heusenstamm ‐ Der 11. November 2009 wird den Mitgliedern des Heusenstammer Obst- und Gartenbauvereins (OGV) noch lange im Gedächtnis bleiben. Von Claudia Bechthold

In den frühen Morgenstunden jenen Tages hat ein Feuer das Vereinsheim und den angrenzenden Lagerschuppen vollständig zerstört. Doch die Mitglieder wollen nicht kapitulieren. „Alles auf Anfang“ könnte man die Devise nennen, die die Jahreshauptversammlung des Vereins im Pfarrheim St. Cäcilia bestimmt hat. Alles auf Anfang bedeutete auch, dass ein neuer Vorstand zu wählen war. Werner Meier hatte schon lange vorher angekündigt, dass er nach 14 Jahren im Amt als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Es musste wohl schon ein wenig gesucht werden, um einen Nachfolger zu finden.

Denn mit dem bereits Ende Februar gefassten Beschluss der Mitgliederversammlung, das Vereinsheim wieder aufzubauen, war allen klar, dass in den kommenden Monaten viel Arbeit auf die gewählten Vertreter der Mitgliedschaft zu kommen würde. „Arbeit, die nicht auf einer einzigen Schulter lasten sollte“, wie es Pia Kemmerer später formuliert hat.

Kemmerer, bislang Kassiererin des Vereins, war kurz zuvor mit großer Mehrheit zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Als Stellvertreter wurde Roland Fisch im Amt bestätigt. Fisch selbst stand als Nachfolger für Werner Meier nicht zur Verfügung. Zum Kassierer wählten die Mitglieder auf Vorschlag von Pia Kemmerer Gert Kaiser.

Zu leichten Irritationen kam es dann bei der Wahl des Schriftführers. Kemmerer hatte Herbert Niederlechner für diese Aufgabe vorgeschlagen. Den bisherigen Schriftführer Gerhard Winter, so der Vorschlag der neuen Vorsitzenden, solle man als Beisitzer in den Vorstand wählen. Während Niederlechner sich dann um die originären Aufgaben des Amtes kümmern solle, könne Winter die Betreuung des Neubaus übernehmen.

Gerhard Winter lehnte Kandidatur ab

Allerdings hatte Pia Kemmerer diese Rechnung wohl ohne Gerhard Winter gemacht, denn dieser lehnte eine Kandidatur mit den Worten ab: „Das ist nicht mein Vorschlag, für diese Arbeit stehe ich nicht zur Verfügung.“ Nach einer rasch eingelegten Pause, nach der sich die Reihen im Pfarrheim doch deutlich gelichtet hatten, wurde Niederlechner gewählt. Als Beisitzer sind nun Angelika Trübenbach, Alfred Kübert und Simon Schley im Vorstand.

Kommunikation sei sehr wichtig, hat Pia Kemmerer in ihrer anschließenden kurzen Rede betont. Und auch, dass die Fachkompetenz der Vorstandsmitglieder eingebracht werden könne. Wer nun die Aufgabe der Baubetreuung übernimmt, steht wohl noch nicht fest.

Auch beim Jahresbericht, den Gerhard Winter noch als Schriftführer abgegeben hatte, waren Brand und Wiederaufbau die beherrschenden Themen. Die Grundfläche des geplanten Neubaus soll etwas größer werden als bisher. Dafür werde das Vereinsheim Toiletten erhalten, die von außen und von innen zu erreichen sein werden. Auch eine behindertengerechte Toilette sei vorgesehen.

Noch steht nicht fest wann Arbeiten starten

Der Gastraum werde etwas größer als bisher, etwa 70 Personen sollen darin Platz finden. Daneben wird es noch einen zweiten Raum geben, aber kein eigenes Vorstandszimmer mehr. Die Grundfläche des neuen Lagers wird im Vergleich zu vorher von 80 auf 43 Quadratmeter fast halbiert. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss eine neue Bodenplatte gegossen werden. Die Kosten dafür seien durch die Versicherung gedeckt. Noch steht allerdings nicht fest, wann diese Arbeiten starten können.

Dass der OGV noch da ist, soll erstmals am Vatertag unter Beweis gestellt werden. Das traditionelle Fest werde stattfinden, kündigt Roland Fisch an. Und Hans Weber übernimmt die musikalische Unterhaltung, kostenfrei, zu Gunsten des Vereins.

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