Ein Jugendcafé mit Raum für Wünsche

Amelie Burek kandidiert für die SPD Heusenstamm

Amelie Burek, Abiturientin und Heusenstammerin, möchte für die SPD ins Stadtparlament einziehen.
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Amelie Burek, Abiturientin und Heusenstammerin, möchte für die SPD ins Stadtparlament einziehen.

Immer wieder ist von Nachwuchssorgen in der Politik zu hören. In Heusenstamm kandidieren einige junge Menschen für die Kommunalwahl am 14. März. Sie werben nun um Stimmen und wollen die Zukunft der Stadt mitgestalten. In loser Reihenfolge stellen wir die jeweils jüngsten Bewerberinnen und Bewerber um einen Sitz im Stadtparlament vor: heute Amelie Burek von der SPD.

Heusenstamm - Ihr Interesse für Politik pflegt Amelie Burek schon lange. Hat doch die 18-Jährige, die gerade mitten in den Abiturvorbereitungen steckt, in der Oberstufe das Fach Politik und Wirtschaft belegt. Jetzt stehen für die junge Heusenstammerin möglicherweise neue und praktische Erfahrungen an. Burek kandidiert für die Kommunalwahl auf Platz 14 der SPD-Liste.

Hereingebeten in den politischen Zirkel wurde die Schülerin von prominenter Stelle. Auf Empfehlung einer Bekannten hatte Bürgermeister Halil Öztas sie im vergangenen Jahr angesprochen mit der Frage, ob sie sich eine Kandidatur für die künftige Stadtverordnetenversammlung vorstellen könne. „Der Gedanke hat mir gut gefallen“, erinnert Amelie Burek sich. Vor allem, da eine Mitgliedschaft in der Partei keine Voraussetzung war. „Das war ein tolles Angebot und ist jetzt ein guter Einstieg, zumal ich mich noch nicht genügend mit der Lokalpolitik auseinandergesetzt habe und auf diese Weise Erfahrungen sammeln kann.“ Damit begonnen hat die Kandidatin mittlerweile auch schon. „Ich bin bei unseren derzeit rein virtuellen Treffen sehr gut aufgenommen worden, konnte Ideen einbringen und wurde mehrfach um meine Meinung gefragt.“

Engagiert hat sich Burek trotz der aktuell hohen schulischen Anforderungen ebenso ganz handfest beim Wahlkampf. „Wobei wir beim Plakateaufhängen unschöne Begegnungen hatten“, erzählt sie. Grund genug für die Nachwuchspolitikerin, sich Gedanken darüber zu machen, wie man mancher Konflikthandlung entgegenwirken kann. „Ich selbst bin gut gerüstet und kann einiges aushalten, aber es ist traurig, wenn man gerade auf kommunaler Ebene, wo man sich kennt und doch eigentlich alle für eine Sache, nämlich ein lebenswertes Heusenstamm eintreten sollte, in alte Streitigkeiten der großen Parteien hineingezogen wird.“ In diese, und da ist sie sich mit vielen jungen Mitstreitern einig, möchte sie nicht hineingeraten. „Da haben wir vieles nicht selbst erlebt und wissen entsprechend wenig darüber.“

Dagegen stehen auf der Agenda von Amelie Burek einige aktuelle Themen, von denen sie überzeugt ist, dass sie Heusenstamm in eine gute Zukunft bringen. Etwa eine ausgewogene Klima- und Umweltpolitik. „Da hat die Aktion Fridays for Future in meiner Generation schon viel bewegt“, sagt sie. Darüber hinaus stamme sie aus einer sehr umweltbewussten Familie, deren Mitglieder viel mit dem Fahrrad unterwegs seien. „Wir sollten an der ein oder anderen Stelle mehr für sichere Fahrradwege tun“, empfiehlt sie. Einer ihrer Träume sei außerdem ein Jugendcafé, mit Raum für Wünsche und Ideen als Brücke zwischen den jungen Bürgern und Politik und Verwaltung. „Kein verpflichtendes Jugendparlament, sondern eher ein lockerer Treff.“

Ihr Vorstellungen und Pläne hat Amelie Burek nicht nur aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen entwickelt. Sie ist in Heusenstamm aufgewachsen und entsprechend gut vernetzt. Burek spielt Klavier, sie engagiert sich seit vielen Jahren in der katholischen Jugend und ist selbst Messdienerin in der Kirchengemeinde. Auch sportlich ist sie aktiv beim Tanzen und in der Kampfkunst Karate. Um einen zukünftigen Beruf auszuwählen, will die Jungpolitikerin mit Praktika in verschiedene Berufsfelder hineinschnuppern. Ihren Heimatort beschreibt sie gerne kurz mit folgender Aussage: „Was ich an Heusenstamm besonders schätze, sind die vielen unterschiedlichen Angebote für die Bürger.“ (Von Barbara Scholze)

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