Anstrengung für den Fußball

TSV-Abteilung startet mit neuem Vorstand ins neue Jahr

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Eugen Kern (rechts) während des Empfangs im TSV-Heim an der Martinseestraße.

Heusenstamm - Neu starten will die Fußballabteilung in der TSV Heusenstamm. Das hat der gerade erst gewählte Vorstand mit Eugen Kern an der Spitze während eines Empfangs am Sonntagnachmittag im Vereinsheim an der Martinseestraße deutlich gemacht. Von Claudia Bechthold 

Dazu zählt die Verabschiedung eines Leitbildes. Einen Neustart will die Fußballabteilung in der TSV Heusenstamm wagen. Nicht nur beim Fußball, sondern auch als Verein möchte man wieder nach vorn. „Ein schwieriges Jahr habe man hinter sich“, erläuterte der neue Abteilungsvorsitzende Eugen Kern. Aktive und passive Mitglieder, der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi und Bürgermeister Halil Öztas, Vertreter der Fraktionen im Stadtparlament sowie der Ehrenvorsitzende Karl Rebell waren dem Ruf des neuen Abteilungsvorstands zum Empfang gefolgt.

Fußballerisch kämpften die Verantwortlichen 2016 vor allem damit, dass im Sommer mit nur einer Ausnahme alle Spieler der ersten Mannschaft das Team verlassen hatten. Und im Verein hatten drei wichtige Mitglieder des Vorstands aus privaten Gründen ihre Ämter niedergelegt.

Dem neuen Vorstand (wir berichteten) gehörten nun zehn statt bisher vier Mitglieder an, verdeutlichte Eugen Kern die Veränderungen. Damit könne die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden. Wobei er auch keinen Hehl daraus machte, das es „eine Riesenherausforderung“ gewesen sei, Menschen zu finden, die bereit gewesen seien, sich aktiv am Neuanfang zu beteiligen. Finanziell sei man mit einem „kleinen Defizit“ in Höhe von 7000 Euro in das neue Jahr gegangen, das es nun auszugleichen gelte: „Das bedeutet eine Riesenanstrengung, zumal der Verein 15 000 bis 16 000 Euro an Platzmiete bezahlen muss.“ Aber auch die Zahl der Mitglieder von derzeit 456 wolle man erhöhen, kündigte der Vorsitzende an. So sei zuletzt im Jahr 2000 die Aufnahme eines Neumitgliedes zu verzeichnen gewesen, das nicht aktiv am Sport teilhaben wollte.

Ganz wichtig ist dem neuen Vorstand zudem das Leitbild, das einstimmig nach den Neuwahlen verabschiedet wurde. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Fußballvereine in die Schlagzeilen geraten, weil sich vor allem im Jugendfußball während und nach Begegnungen zum Teil heftige Streitereien entwickelt hatten. Dem wolle man für die TSV vorbeugen, erläuterte Jan Christian Müller vom Vorstand: „Wir wollen keine Aggressionen, auch nicht gegenüber Schiedsrichtern. Außerdem wollen wir Schwächere integrieren. Wenn ein Team mit einer Schiedsrichter-Leistung nicht zufrieden ist, dann soll dieser seine Entscheidung auch aus seiner Sicht schildern dürfen. Jeder darf mal Fehler machen, ohne dafür beschimpft zu werden.“

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