Appelle in Dauerschleife

Feuerwehr wiederholt Mängelliste - Vorstand des Fördervereins bestätigt

Der Vorstand des Fördervereins der Feuerwehr Heusenstamm (von links): Christina Rebell, Werner Konrad, Horst Rebell, Franz Wilhelm Becker, Inga Brunner, Madeleine Ball, Markus Konrad und Anna Alles-Bernhard.
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Der Vorstand des Fördervereins der Feuerwehr Heusenstamm (von links): Christina Rebell, Werner Konrad, Horst Rebell, Franz Wilhelm Becker, Inga Brunner, Madeleine Ball, Markus Konrad und Anna Alles-Bernhard.

Der Zustand des Feuerwehrhauses an der Rembrücker Straße und die sogenannte Tagesalarmsicherheit bleiben die wichtigen Themen der Schlossstädter Brandschützer. „Und wieder ist ein Jahr vergangen, ohne dass sich eine spürbare Verbesserung der Situation im und um das Feuerwehrhaus ergeben hat“, sei ein Satz, den man sozusagen in Dauerschleife seit geraumer Zeit mit den Jahresberichten wiederholen könne, betonte der stellvertretende Wehrführer Marco Schmidtke während der gemeinsamen Mitgliederversammlung von Einsatzabteilung und Förderverein.

Heusenstamm – Zwar hätten sich politische Gremien und Verwaltung inzwischen kurzzeitig mit dem Zustand des 1976 errichteten Gebäudes und möglichen Lösungen befasst (wir berichteten), eine Entscheidung indes gebe es weiterhin nicht, kritisierte Marco Schmidtke. Erneut nannte er Mängel etwa an den sanitären Anlagen, der Heizung und der Elektroverteilung. Zudem fehle Platz, um die vorgeschriebene Trennung von verschmutzter Einsatzausrüstung und Zivilbekleidung der Aktiven umzusetzen. Außerdem könne für den Gerätewart keine Werkstatt eingerichtet werden, die Atemschutzwerkstatt sei zu klein, es fehlen Räume für die Ausbildung, zum Umkleiden, für Lager und für eine Waschhalle. Schmidtke: „Wir können nur wieder an die politischen Gremien appellieren, sich des Themas anzunehmen und eine Entscheidung zu treffen.“

Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu, der auch den Dank des Magistrats und der Stadtverordneten an die Aktiven überbrachte, betonte die Hoffnung, dass die Probleme mit dem Feuerwehrhaus zur Zufriedenheit aller behoben werden können.

Ein weiterer Appell der Wehrführung um Norbert Herdt, Marco Schmidtke und Katrin Rebell richtet sich an Arbeitgeber in Heusenstamm. Zum einen geht es darum, aktive Feuerwehrleute bei Einstellungen zu bevorzugen, zum anderen um die Bitte, Einsatzkräfte bei Alarmen während der Arbeitszeit auch gehen zu lassen. Gerade bei Einsätzen zu den normalen Arbeitszeiten unter der Woche werde es immer schwieriger, ausreichende Einsatzstärke zu erreichen.

Vorstandswahlen standen während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins auf der Tagesordnung. Mit Anschaffungen habe man vor allem die Kinder- und die Jugendfeuerwehr unterstützen können, berichtete Anna Alles-Bernhard als Schriftführerin über Aktivitäten des vergangenen Jahres. Veranstaltungen habe es nach dem Beginn des ersten Lockdowns nicht mehr gegeben.

Einstimmig im Amt bestätigt wurden anschließens Vorsitzender Horst Rebell und dessen Stellvertreterin Madeleine Ball. Die gleiche Zustimmung erhielten Franz Wilhelm Becker als Kassierer sowie Markus Konrad als Vertreter der Einsatzabteilung, Werner Konrad für die Vertretung der Alters- und Ehrenabteilung und Inga Brunner für die fördernden Mitglieder. Neu im Vorstand ist Christina Rebell, die das Amt der Schriftführerin übernahm. Ihre Vorgängerin Anna Alles-Bernhard bleibt als Jugendwartin dem Vorstand erhalten, nannte aber die intensive Arbeit als Grund für den Verzicht auf die Schriftführung.

Das Sommerfest habe man leider ausfallen lassen müssen, bedauerte Horst Rebell. Wie man mit den fastnachtlichen Veranstaltungen umgehe, sei derzeit noch völlig offen. Er persönlich sei aber eher skeptisch: „Viele Helfer und Mitstreiter bei den Kappenabenden sind Mitglieder der Einsatzabteilung. Da können wir einen Ausbruch der Corona-Erkrankung einfach nicht riskieren.“ (Von Claudia Bechthold)

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