Auch Käuze sollen profitieren

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Mitglieder der Heusenstammer Waldjugend pflanzten standortgerechte Bäume am Bieberbach.

Heusenstamm - Mit einer Baumpflanzaktion im Auwald und im Uferbereich des Bieberbaches hat die Ortsgruppe Heusenstamm der Deutschen Waldjugend die Renaturierungsmaßnahmen der Stadt fortgeführt und einen Beitrag zum Vogelschutz und dem eigenen „Waldkauz-Projekt“ geleistet. Von Peter Petrat

Neben den 15 Erlen und zehn Auweiden, die die Entwicklung des Auwaldes hinter dem Schloss fördern sollen, wurden im Uferbereich des Bieberbaches und dem „Inselchen“ zwischen Friedhof und Schloss weitere Auweiden gesetzt.

Am Ufer sollen sie zusätzlich verhindern, dass zu viel Erdreich abgetragen wird und in den Bach rutscht. Durch die städtischen Maßnahmen zur Renaturierung war der Hangschutz notwendig geworden. Die Pflege der Bäume und der regelmäßige Beschnitt wird ebenfalls übernommen.

Seit Oktober hat die Waldjugend offiziell die Patenschaft für den Auwald und den Überbereich des Bieberbaches von der Frankfurter Straße bis hin zur Unterführung der Autobahn A3 übernommen.

„Viele Bäume sind hier nicht standortgerecht“, erklärte Dietmar Tinat von der Waldjugend die Notwendigkeit der Pflanzungen. Finanziert wurde die Aktion zu zwei Dritteln von der Stiftung „Unternehmen Wald“ aus Hamburg und zu einem Drittel aus der Kasse der Waldjugend. Unter Tinats Aufsicht waren die Jugendlichen mit ihren Spaten losgezogen, um die Löcher auszuheben.

„Hiermit tun wir auch etwas für die Region, sowohl beim Naturschutz als auch in finanzieller Hinsicht“, so Tinat. „Die von der Stadt eingesparten Ausgaben für Material und Arbeitszeit können für andere Zwecke verwendet werden“.

Geplant ist am nördlichen Teil der Geiswiese an der Grenze zum Offenbacher Stadtwald ein Amphibien-Lehrteich, um ein Laichgewässer für die Amphibien zu bieten und um Schulklassen und Kindergärten die verschiedenen Stadien des Lebens der Wasserlebewesen zu zeigen, über das Stadium der Kaulquappe bis hin zum ausgewachsenen Tier.

Eine der schon fast komplett aus der Region verschwundenen Tierarten ist die Erdkröte, die besonders hohe Ansprüche an die Wasserqualität stellt. Auch für sie soll wieder ein Lebensraum entstehen.

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