Werkstattgespräche zum Stadtumbau

Aussicht vom Bannturm

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Dr. Jürgen Schmitt (rechts) vom Büro Projektstadt vor einem Luftbild mit gelben Zetteln voller Ideen.

Heusenstamm - Das Schloss, der Bannturm, das Areal rund um den früheren Bauhof und der Wiesenbornweg waren nur einige der Themen, um die sich die Werkstattgespräche zum Stadtumbau am Donnerstagabend im Saal für Vereine drehte. Von Claudia Bechthold 

Wie berichtet, nimmt Heusenstamm an einem Förderprogramm teil, das die Beteiligung der Bürger vorsieht. Im Bannturm könne man doch Gastronomie unterbringen, meint eine Bürgerin. Das sei dann aber eventuell Konkurrenz zur Schlossschänke im vorderen Schloss, wirft ein anderer Teilnehmer ein. Überhaupt wäre es schön, fügt ein dritter ein, wenn man aus dem mittelalterlichen Gebäude einen Aussichtsturm machen könne.

Ideen gab es viele bei den Werkstattgesprächen zum Stadtumbau. Wie berichtet, ist die Schlossstadt in ein Förderprogramm des Landes aufgenommen worden, das einen „nachhaltigen Umbau“ der Stadt ermöglichen soll. Bevor ein Konzept dazu bis Ende Oktober beim Land eingereicht werden kann, müssen vor allem die Bürger beteiligt werden. Nach einem Spaziergang vor wenigen Wochen, an dem rund hundert Heusenstammer teilgenommen hatten, sollten nun Ideen gesammelt werden, was man wie verändern könne.

„Es soll das Beste für Heusenstamm herauskommen“, hatte Bürgermeister Halil Öztas zur Begrüßung gewünscht. Und Gunnar Zehe vom begleitenden Büro Nassauische Heim Projektstadt betonte, dass es zunächst darum gehe, Vorschläge zu sammeln, unabhängig davon, ob diese überhaupt umsetzbar wären.

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Und so ließen die rund 40 erschienenen Bewohner – aufgeteilt in fünf Gruppen – zu fünf Themen ihrer Fantasie freien Lauf: Mobilität und Verkehr, Stadtgrün und -ökologie, Wohnen und Wohnumfeld, Schlossanlage sowie Feuerwehrhaus und Bauhof. Die Parkplatz- und Verkehrssituation im neuen Alten Ort südlich der Frankfurter Straße wie auch auf und an der Frankfurter selbst waren ebenso Thema wie die Mühlengärten, die unbedingt erhalten bleiben müssten.

Mehrgenerationen-Wohnen, einen Nahversorger und die Verlegung des Feuerwehrhauses sowie des Jugendzentrums lauteten weitere Wünsche. Und der Wiesenbornweg solle ausgebaut werden. Am Ende durften noch Themen gewichtet werden. Im nächsten Schritt gibt es eine Arbeitsgruppe, an der auch fünf ausgeloste Bürger teilnehmen werden.

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