Kann Awo-Garten bleiben?

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Etwa die Hälfte des Gartens am Horst-Schmidt-Haus sollte bebaut werden. Jetzt suchen die Verantwortlichen nach einer verträglichen Lösung.

Heusenstamm - Es gibt Hoffnung für die Anwohner der Theodor-Heuss- und der Heinrich-Schneider-Straße. Vor einem knappen Jahr hatten sich einige öffentlich gegen eine Änderung des Bebauungsplans rund um das Gelände der Arbeiterwohlfahrt am Alten- und Pflegeheim gewehrt. Von Claudia Bechthold

Nun gibt es Anzeichen, dass diese Pläne so nicht umgesetzt werden. Zu wenig Parkplätze, zu enge Bebauung und die im Bebauungsplan nicht festgeschriebene Vorgabe, dass es sich um Wohnungen für Senioren handeln soll hatten die Anwohner kritisiert. Ein weiteres Argument war der Garten des Seniorenheims, der durch eine zusätzliche Bebauung des Geländes sehr verkleinert würde. Ähnliche Bedenken hatten auch die Fraktionen der Grünen und der Freien Wähler geäußert.

Man verhandele derzeit mit dem Investor, um eine für alle verträgliche Lösung zu finden, bestätigte Bürgermeister Peter Jakoby gestern auf Anfrage. Wie eine solche Lösung aussehen könnte, wollte er noch nicht näher erläutern. Doch könnten sich die Anwohner Hoffnungen machen, dass es dann keiner Änderung des bestehenden Bebauungsplanes mehr bedürfe.

Dreigeschossiges Gebäude mit 22 seniorengerechten Wohnungen

Diese Änderung sollte umgesetzt werden, weil der hintere Teil des Gartens an der Grenze zu den Grundstücken an der Theodor-Heuss-Straße bebaut werden sollte. Geplant war damals, direkt gegenüber des Horst-Schmidt-Hauses ein dreigeschossiges Gebäude mit 22 seniorengerechten und barrierefreien Wohnungen zu errichten. Die Menschen ziehen im Alter in die unmittelbare Nähe des Altenheims, um sich später, wenn sie pflegebedürftig sind, nicht noch einmal völlig umgewöhnen zu müssen, lautete die Idee damals. Gestern Abend im Bauausschuss wurde zudem über die Errichtung weiterer seniorengerechter Wohnungen in der Schlossstadt diskutiert.

Weitere Appartements sollten im nicht mehr genutzten Schwesternwohnheim entstehen, das saniert werden soll. Das Gebäude könnte um etwa auch noch um eine Etage aufgestockt werden. Schließlich sollte die Änderung des Bebauungsplanes eine Erweiterung des Horst-Schmidt-Haus selbst ermöglichen.

Fläche vom Garten muss kleiner werden

Vor allem vom Garten des etwa 16.000 Quadratmeter großen Horst-Schmidt-Haus-Geländes hätte knapp die Hälfte „geopfert“ werden müssen. Eine Überlegung der Stadtväter bezieht sich daher wohl nun auf den Pavillon, der hinter dem Hochhaus Herderstraße 87 steht. Ehemals hatte der Flachbau eine Sozialstation beherbergt. Das Gebäude könnte umgebaut und aufgestockt werden, so dass darin einige Wohnungen entstehen könnten. Für Jakoby wäre eine solche Lösung „der Königsweg“.

Bleibt abzuwarten, auf welchen Kompromiss sich Stadt und Investor einigen können. Jakoby will es dann den Stadtverordneten vorstellen.

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