Balladasdarein gegen Klapptnet

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Das Tischkicker-Turnier gewannen die Rembrücker Feuerwehrleute (links) gegen den Ausländerbeirat 1.M./

Heusenstamm ‐ Nur die Martinshörner der auf der gegenüberliegenden Straßenseite gerade ausrückenden Feuerwehr übertönen die Jubelgesänge der Fanclubs. Während es draußen in Strömen gießt, fällt im Jugendzentrum ein Tore-Regen. Von Michael Prochnow

Zum fünften Mal pfeifen Teenies und das Juz-Team ein Tischkicker-Turnier an und haben mit 20 Mannschaften diesmal wieder 40 Freunde zu Gast. Die Jüngsten sind die Schiedsrichter, sechs Stammbesucher des Teenietags sind mit Trillerpfeife, Stoppuhr, Hippiemütze und Regelheft ausgestattet und nehmen ihren Job sehr ernst. Bis zu drei Unparteiische beziehen am Kopfende eines Fußballfeldes Aufstellung – mehr als eine Mannschaft Spieler zählt. Mario Cefalo und Daniele Albanese zum Beispiel bilden die Elf „Ausländerbeirat 1“. Die macht in der Vorrunde Furore mit zwölf Punkten aus vier Spielen.

Getarnt mit der FBI-Kappe schießen sich auch Balladasdarein nach vorne. Hinter diesem Decknamen verbergen sich Tobi und Thomas von der schlossstädtischen Polizeistation, die sich beinahe unbemerkt bis ins Halbfinale vorkämpfen. Dort fliegen sie nach einem 7:7 gegen den Ausländerbeirat raus, weil der ein „Golden Goal“ in der Verlängerung platziert. Patrick Schneider und Alexander Rudolf verkünden jedes Ergebnis brühwarm auf Bildschirmen und Leinwänden, Martin Kotzurek verrät jeden Spielstand per Mikro.

Ein Spiel der Generationen

Das Büfett aus der Küche von Johanna Fritz duftet bis auf die Rembrücker Straße, vermag aber selbst in den Pausen kaum die Aktiven von den Drehstangen zu entfernen. Rindswurst zu Brötchen und Nudelsalat, Pellkartoffel mit Quark und Mineralwasser warten auf hungrige Mägen und durstige Kehlen.

So breit wie die Tafel ist auch das Publikum aufgestellt. Selten vergnügen sich in dem Treffpunkt so viele Generationen wie bei diesem Turnier im Mai. Da stellen sich ehemalige JUZ-Kollegen, Sozialpädagogen aus Mühlheim und Obertshausen, Konzerthelfer und „neue Mitarbeiter“. „Klapptnet“, haben die Bauhof-Mitarbeiter schon vor dem Wettbewerb den Ausgang des Spiels um den dritten Platz erahnt.

Einen witzigeren Namen tragen nur die Bündnisgrünen, die mutigste Partei des Abends, die mit Kapitän Heiner Wilke-Zimmermann nach der Vorrunde baden geht. Als Anfänger schlagen sich einige Klassen der Adolf-Reichwein-Schule wacker. Andrea Filsinger, Chefin der Jugendförderung, leitet an der Leibnizstraße mehrere Projekte und hat einige Schüler für die Spiele gewonnen.

Dreimal hat die Jugend der Pfarrei St. Cäcilia gesiegt und den Wanderpokal behalten. Die Rembrücker Feuerwehr folgt den Champions auf dem Fuß. Das Duo Albanese-Cefalo brüskieren die Brandschützer im Finale mit einem klaren 21:7 Tore. Da kommt das heimliche Training im Jugendraum im Haus der Begegnung zum Tragen. Geschenkt, eine Gaudi sind die Begegnungen allemal.

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