Baugebiet südlich der Hohebergstraße

Mehr als die Hälfte der Grundstücke ist weg

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Anfang September vergangenen Jahres hat Axel Häsler dieses Foto aus der Vogelperspektive geschossen. Einige Häuser waren zu dieser Zeit schon fertig gebaut.

Heusenstamm - Noch gibt es Grundstücke im Baugebiet südlich der Hohebergstraße. Aber die Zahl wird kleiner. Das einst umstrittene Gebiet rund um das Wäldchen wächst zwar langsam, aber stetig. Für einige Wohnhäuser führt man bei der Stadt zudem Gespräche mit einem Bauträger. Von Claudia Bechthold

Bis im Herbst 2010 der Startschuss zur Erschließung des Baugebietes gegeben werden konnte, war es ein langer Weg. Gestritten hat man vor allem um die Abholzung des so genannten Wäldchens, eines Areals, auf dem sich im Lauf langer Zeit ein wildromantischer kleiner innerstädtischer Wald entwickelt hatte, völlig ungeordnet und deshalb besonders spannend für Kinder und Hundebesitzer. Erhalten wissen wollten den Wald vor allem Anwohner, aber auch Natürschützer. Erste Proteste gegen das Baumfällen hatten sich schon 2005 geregt, als beschlossen wurde, einen Bebauungsplan aufzustellen. Es folgten Unterschriftensammlungen, Diskussionen und am Ende der Versuch eines Bürgerbegehrens, der letztlich an einem Formfehler scheiterte.

Doch darüber haben sich die Gemüter inzwischen beruhigt. Nun wird fleißig gebaut zwischen Hoheberg- und Heinrich-von-Stephan-Straße. Schon Ostern vergangenen Jahres war die erste Familie in ihr neu errichtetes Eigenheim eingezogen.

Erschließung abgeschlossen

Seit Sommer 2011 ist die Erschließung abgeschlossen. Schon einige Wochen vor dem Ende dieser vornehmlich Tiefbauarbeiten war der erste Grundstücksverkauf notariell beglaubigt. Insgesamt gibt es auf dem Areal 137 Bauplätze in städtischem und in privatem Eigentum. Gebaut werden dürfen Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Gebäude zum Mehrgenerationenwohnen.

Nach etwas mehr als einem Jahr „Verkaufszeit“ zeigt sich Bürgermeister Peter Jakoby auf Anfrage angetan von einer ersten Zwischenbilanz: „Wir sind mit dem Verkauf unserer städtischen Grundstücke sehr zufrieden und freuen uns, dass wir mit der Ausweisung dieses neuen Wohngebietes so viel Erfolg haben.“ Insgesamt hatte die Stadt Heusenstamm 55 Grundstücke in ihrem Besitz. Bis Dezember 2012 konnten davon 36 Bauplätze sowohl an Heusenstammer als auch an auswärtige Interessenten und Familien verkauft werden. Die Bauplätze sind dabei zwischen 145 und 597 Quadratmeter groß.

Verfügbare Liegenschaften

Die noch verfügbaren Liegenschaften sind hauptsächlich kleinere Reihenhausgrundstücke, die von Bauträgern bebaut werden sollen. „Gerade für den Bau von einheitlich aussehenden Reihenhäusern bietet sich die Vergabe an einen Bauträger an“, begründet Jakoby diese Überlegung.

Vier der bisher verkauften Grundstücke werden mit 50 Euro je Quadratmeter in Erbpacht gefördert – für Familien mit Kindern. Die Bebauung werde sichtbar voran schreiten und das Gesicht dieses Wohngebietes verändern, ist sich der Bürgermeister sicher. In den Kaufverträgen ist festgehalten, dass die Grundstücke binnen fünf Jahren zu bebauen und die Häuser zu beziehen sind.

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