Bebauung wird nun luftiger

Sieger-Entwurf für Neubau des St. Cäcilia-Pfarrheims

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Seinen Entwurf hat Marcus Schmitt inzwischen verändert. In der Mitte: das Pfarrheim.

Heusenstamm - Nach außen hin ist nicht viel zu erkennen, aber intern laufen die Vorbereitungen. Knapp ein Jahr nach dem Start des Architektenwettbewerbs für einen Neubau auf dem Gelände des Pfarrheims St. Cäcilia arbeiten die Verantwortlichen an der Umsetzung des preisgekrönten Entwurfs. Von Claudia Bechthold 

„Wir führen viele Gespräche“, sagt Pfarrer Martin Weber gestern auf Anfrage. Mit Vertretern des Bauamtes und der Stadtverwaltung vor allem, aber auch mit dem Denkmalschutz, mit der Bauaufsicht und mit den Brandschützern. Dabei werde der von der Jury prämierte Entwurf des Architekten Markus Schmitt aus Frankfurt immer wieder verändert. Wie mehrfach berichtet, soll das derzeit geschlossene Pfarrheim der katholischen Pfarrgemeinde St. Cäcilia in der Altstadt abgerissen werden. An dessen Stelle sollen ein kleineres Pfarrheim sowie Wohnbebauung errichtet werden.

Die Änderungen am Gewinner-Entwurf hätten verschiedene Gründe, erläutert der Pfarrer auf Anfrage. So sei die Stellplatz-Situation auf dem doch nicht allzu großen Grundstück ein Problem. Vor allem aus diesem Grund seien aus den ursprünglich fünfzehn Wohnungen inzwischen acht geworden. Damit füge sich die geplante Bebauung aber besser ein in den Bestand rundherum. „Es ist jetzt leicht und luftig, nicht mehr so hineingepresst“, schildert der Martin Weber seine persönlichen Eindrücke. Und damit habe der Architekt auch bessere Möglichkeiten, die Stellplätze „sehr geschickt“ auf dem Areal zu verteilen.

Zufahrt zu dem Grundstück

Fest stehe indessen, dass die Zufahrt zu dem Grundstück nicht von dem kleinen Platz an der Schlossstraße aus erfolgen soll, für den das Wegerecht bei anderen Eigentümern liegt. Der Pfarrer räumt ein, dass an dieser Stelle einige Aspekte nicht so berücksichtigt worden seien, wie man es hätte tun sollen. Der „normale“ Zugang zum Grundstück sei jener von der Eckgasse aus, berichtet Weber. Zudem könne auch der Weg vom Kirchplatz aus genutzt werden. Vermutungen, die Mauer zum Kirchgarten hin solle versetzt werden, um auch breiteren Fahrzeugen den Weg frei zu machen, widerspricht der Pfarrer. „Das passiert mit Sicherheit nicht.“

Noch im ersten Halbjahr 2014 sollen die Pläne so weit abgeschlossen sein, dass sie den Weg durch die Gremien antreten können. Denn bevor die Behörden diese Planung für eine Baugenehmigung beurteilen können, muss erst einmal der Bebauungsplan für das Gebiet verändert werden. Und dafür ist die Stadtverordnetenversammlung zuständig. Doch auch eine solche Änderung kann erst entworfen werden, wenn klar ist, wie das Grundstück bebaut werden soll. Fest entschlossen, den Neubau zu wagen, sei man weiterhin.

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