Zeugnisse

Heusenstamm: Der bislang beste Abiturjahrgang

Zeugnis mit Abstand: Am Adolf-Reichwein-Gymnasium wurden die Abiturienten in drei Etappen verabschiedet. Foto: P

Mit einem Notendurchschnitt von 2,19 im Jahrgangsmittel haben die Abiturienten des Adolf-Reichwein-Gymnasiums (ARG) ihre Hochschulreife erreicht. Das ist nach Aussage von Schulleiter Siegfried Ritter „der beste Abiturjahrgang, den wir bislang verabschiedet haben“.

Heusenstamm - Diese Marke lag bis dahin bei 2,3. In drei Etappen erhielten die 114 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs jetzt ihre Abschlusszeugnisse. Auf einen festlichen Ball – wie in den Jahren zuvor – musste wegen der Kontaktbeschränkungen verzichtet werden. Auch Eltern, Verwandte und Freunde konnten nicht zu den drei kleinen Feiern in der Aula der Schule eingeladen werden. Dennoch sei es gelungen, dies angemessen zu gestalten, mit Musik und einem Film, der die Ereignisse der vergangenen Monate illustrierte.

„Ich nenne diese Durchschnittszahl vor allem, um Sie zu bestärken“, hatte Siegfried Ritter den Abiturienten zur Zeugnisübergabe gesagt. Die jungen Menschen hätten nicht nur „ein enormes Maß an fachlichem und vor allem menschlichem Potenzial“ gezeigt, sondern sich auch in der Krise bewährt.

Ritter weiter: „Eine Krise ist immer Prüfung zugleich. Sie hilft, Wesentliches zu überdenken, Gepflogenheiten zu überprüfen, im besten Falle aus ihr zu lernen und somit gestärkt hervorzugehen. Dafür sind Sie das beste Beispiel.“ Diese sicherlich schmerzlichen Erfahrungen würden Stärke verleihen, von der man ein Leben lang profitieren könne: „Sie verfügen über die Gewissheit, auch in Ausnahmesituationen den Durchblick und einen kühlen Kopf zu wahren, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.“ Das zeichne diese Abiturienten als Jahrgang und Menschen aus – Corona hin oder her.

„In weiser Voraussicht“ habe der Jahrgang sich für das nun ausgefallene Abschlussfest das Motto „The Roaring Twenties – mit uns der Boom, nach uns die Krise“ gegeben, berichtet der Schulleiter. Sehr drastisch seien die Einschränkungen für die Schüler gewesen, erläutert Ritter. So sei noch am Tag vor den ersten schriftlichen Prüfungen ungewiss gewesen, ob diese überhaupt stattfinden können und wie es dann mit den mündlichen Prüfungen weitergehen soll. In dieser Krise hätten die jungen Leute gezeigt, wozu sie imstande sind. In den mündlichen Prüfungen seien Schulleitung und Lehrerkollegium beeindruckt gewesen von deren Gelassenheit und intensiven Vorbereitungen.  

(clb)

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