TSV-Blasorchester

Ein sagenhaftes Konzert

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Das große Blasorchester der TSV mit Dirigent Sebastian Früchel. Das Konzert gibt’s nächsten Samstag nochmal.

Heusenstamm - Unbeschreiblich großartig oder unvorstellbar in seinem Ausmaß oder seiner Art. So erklären Wörterbücher das Wort „sagenhaft“.

Diesem Superlativ widmeten sich die Blasorchester der TSV Heusenstamm bei ihrem ersten Herbstkonzert in der TSV-Maingau-Halle auf musikalische Art. Am Ende drückten durch lang anhaltenden Applaus auch die Besucher in der ausverkauften Halle ihr höchstes Lob aus.

Wie es für Sagen, also die Erzählungen von fantastischen Ereignissen, üblich ist, spielen sie in der Vergangenheit. „Und da es in den Sagen der Vergangenheit keine Mobiltelefone gab, möchte ich bitten, diese jetzt auch auszuschalten“, leitete der zweite Vorsitzende Thomas Löffler bei seiner Begrüßung humorvoll über. Die Stücke hatten allesamt einen passenden Bezug, mal mehr, mal weniger offensichtlich.

Den Anfang machte die Bläserklasse 2010 unter Leitung von Sarah Werner mit „Siyahamba“, einem traditionellen afrikanischen Lied. „Hier kann man sich die sagenhaften Landschaften und die freudigen Menschen, die zu den Klängen tanzen, richtig vorstellen“, erklärten die Musiker, die die Moderation übernahmen. Nach dem Betreten der Bühne stehen bleiben oder hinsetzen? Da waren sich die jungen Musiker der Bläserklasse 2012 noch nicht sicher. Doch schon nach dem ersten Ton fühlten sie sich wieder wohl und beeindruckten mit ihrem Können. Stimmungsvoll und lebendig legten sie los mit „Baba’s Raggae Rock“. Besonders der Gesangspart in dem Stück habe viel Spaß gemacht, berichteten die beiden Mädels auch über ihre Proben, während sie sich auf die Zehenspitzen stellten, um das Mikrofon zu erreichen.

Trockenübungen fürs Publikum

Eine ganz andere Musikrichtung war das Stück „Sarabanda“, das vom sagenhaften deutschen Komponisten Georg Friedrich Händel geschrieben wurde. Gemeinsam präsentierten die beiden Bläserklassen die Titelmusik zum aktuellsten Film des unglaublichen Geheimagenten James Bond.

Den Athleten der Olympischen Spiele 1988 widmete sich das Jugendblasorchester unter Dirigent Sebastian Früchel mit „The Olympic Spirit“. Etwas Besonderes verbindet die Musiker mit dem Stück „Journey into Diablo Canyon“ haben sie für einen Wettbewerb in diesem Jahr aufgeführt. Sie erreichten einen sagenhaften dritten Platz.

„Sie bekommen den Einsatz schon mit“, war sich Dirigent Früchel der Kompetenz des Publikums nach ein paar Trockenübungen sicher. Denn die Zugabe des Jugendorchesters war eine große Kooperation im Saal. Früchel dankte seinem Jugendorchester, das nun altersmäßig seinen Zenit bereits erreicht habe.

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Der Wettbewerb in diesem Jahr war die letzte Ausbildungsstufe. Viele der Musiker spielen bereits im großen Orchester mit, der Rest rutscht nun auch hoch und wird durch die erfahrenen Bläserklassen ersetzt.

Mit langem Applaus würdigten die Besucher die Formation, die beim Herbstkonzert das letzte Mal auftritt. Der Nachwuchs war dieses Jahr sehr erfolgreich. 23 Musiker erreichten ein Abzeichen der Landesmusikjugend, darunter zehnmal die „kleine Stimmgabel“, sieben Mal ein bronzenes und sechs Mal ein silbernes Abzeichen.

Das große Blasorchester nahm seine Zuhörer unter anderem mit auf eine Reise in die sagenhafte Welt des Zauberers von Oz, spielte schwungvolle afrikanische Rhythmen und mit „Pilatus: Mountain of Dragon“ auch eine musikalische Beschreibung des Schweizer Bergmassivs Pilatus. Bei einem Posaunensolo glänze Thomas Hentschl mit einem großartigen Solo. 

pep

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