Brücken-Neubau verschoben

Heusenstamm ‐ Mit Messstab und Fernglas war dieser Tage ein Mitarbeiter des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Frankfurt an der Brücke der Landesstraße 3405 über die Autobahn 3 zwischen Heusenstamm und Offenbach unterwegs. Von Claudia Bechthold

Von der einen Seite, dann von der andere Seite der Brücke aus hat er Vermessungen vorgenommen. „Diese Vermessungsarbeiten dienten der Aufnahme des Baumbestandes“, schreibt Dr. Bernhard Külzer, beim ASV unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, auf Anfrage. Wann der geplante Abriss der Brücke indes stattfinden wird, ist bislang noch offen. Eigentlich sollten die Arbeiten in diesem Jahr beginnen. Doch das wurde verschoben. Einen Grund dafür konnte Külzer nicht nennen.

Frühestens im Jahr 2012, spätestens im Jahr 2013 werde man mit dem Abriss und Neubau der Brücke auf der verlängerten Waldstraße beginnen, sagt Külzer. Das Bauwerk wurde 1957 errichtet. Inzwischen weise es so hohe Schäden auf, dass eine Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich vertretbar sei, heißt es auf den Internetseiten des ASV Frankfurt. Zudem plane das Bundesverkehrsministerium, die Autobahn 3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Hanau auf insgesamt acht Spuren auszubauen. Dies stehe auch im „vordringlichen Bedarfsplan“ des Ministeriums.

2,3 Millionen Euro soll die Brücke kosten

Der Neubau der etwa 400 Meter langen Brücke soll nach den derzeit vorliegenden Schätzungen etwa 2,3 Millionen Euro kosten. Darin sind auch die Kosten für den damit verbundenen Ausbau des kombinierten Geh- und Radwegs enthalten. Zusammen mit dem Radweg ist die Brücke etwa 9,50 Meter breit. Für den Neubau rechnet man beim ASV mit einer Bauzeit von etwa sechs Monaten. Der Verkehr werde dann über die Landesstraße 3001 – Dietzenbacher Straße – umgeleitet.

Knapp 12 000 Fahrzeuge nutzen im Durchschnitt täglich die Strecke zwischen der Stadthalle in Offenbach und der Kreuzung Alte Linde in Heusenstamm. Die Schäden seien derzeit nicht so bedenklich, dass man daraus Konsequenzen ziehen müsse, meint Dr. Bernhard Külzer. „Unsere Brücken werden regelmäßig überwacht und geprüft“, versichert der Ingenieur. Wenn es Anlass zu Bedenken gäbe, würde die Strecke entweder für schwerere Fahrzeuge gesperrt oder das Tempo beschränkt. Als letzte Möglichkeit bliebe eine Vollsperrung.

Vor etwa zwei Jahren war die Brücke nahe der Müllverbrennungsanlage auf der Landesstraße 3001 abgerissen und neu errichtet worden. Während der Bauzeit hatte man den gesamten Verkehr über die Landesstraße 3405 umgeleitet.

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