Investor Procom ist neuer Eigentümer

Brückenbauhof ist verkauft

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Das rund 3,65 Hektar große Gelände des ehemaligen Brückenbauhofs der Bahn aus der Luft fotografiert.

Heusenstamm - Schon seit etwa vier Jahren werden Überlegungen angestellt, was mit dem ehemaligen Brückenbauhof der Bahn an der Industriestraße passieren könnte. Jetzt hat die Eigentümerin Aurelis Real Estate GmbH das Areal mit rund 3,65 Hektar Fläche verkauft. Von Claudia Bechthold 

Neue Besitzerin ist die Procom Invest GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Gelände des ehemaligen Brückenbauhofs der Bahn ist verkauft. Neuer Eigner ist die Procom Invest GmbH mit Sitz in Hamburg. In der Schlossstadt hat sie bereits den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der Alten Line verwirklicht, jenes Mehrfamilienhaus, in dessen Erdgeschoss sich der neue Rewe-Markt befindet. An dem etwa 3,65 Hektar großen Areal an der Industriestraße war Procom schon lange interessiert. Bereits 2015 hatte das Stadtparlament beschlossen, dort ein Fachmarktzentrum entstehen zu lassen. Daraus allerdings wird, nach jüngeren Erkenntnissen nichts werden, weil Regierungspräsidium und Regionalverband damit nicht einverstanden sind. Im Dezember beschlossen die Stadtverordneten nun, einen Bebauungsplan aufzustellen, mit dem Handelsbetriebe, vor allem ein Drogeriemarkt, Mietwohnungen zu günstigen Preisen, ein Hotel und eine Kita auf dem Gelände errichtet werden könnten.

Schon seit 2014 arbeite Procom mit der Stadt intensiv an einer Entwicklung des Grundstücks, berichtet Oliver Stöhr, Projektentwickler des Unternehmens auf Anfrage: „Wir befinden uns momentan in der Abstimmung mit der Stadt über die zukünftige Nutzungskonzeption in Vorbereitung auf das Bauleitplanverfahren.“ Nach gemeinsamen Abstimmungsrunden mit der Stadt, dem Regionalverband Frankfurt und dem Regierungspräsidium sei inzwischen die Idee geboren worden, eher eine sogenannte Quartiersentwicklung für das Areal in Angriff zu nehmen. Stöhr: „Unter dem Aspekt, Heusenstamm als wachsende Stadt zu verstehen, also auch im Hinblick auf Wohnnutzungen weiterzuentwickeln, ist dabei das Thema, ein reines Fachmarktzentrum zu entwickeln, in den Hintergrund getreten.“

Man habe beobachtet, dass sich die Rahmenbedingungen für eine Entwicklung des Areals seit 2014 durchaus verändert haben und auch Wohnnutzungen am Standort Brückenbauhof sinnvoll und möglich seien, erläutert Oliver Stöhr weiter. Daher haben man schon im vergangenen Jahr die Gespräche mit der Stadt dahingehend vertieft, eine gemischt genutzte Bebauung für das Areal zu planen. Zumal Procom mit dem Projekt an der Alten Linde gute Erfahrungen mit derartigen Immobilien gemacht habe. Die Entscheidung des Stadtparlaments aus dem vergangenen Dezember, die Zielrichtung für das Areal dahingehend zu ändern habe Procom begrüßt und auch mitgetragen.

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Mit einer Machbarkeitsstudie für das Projekt Brückenbauhof stand das Gelände vor wenigen Wochen im Mittelpunkt des Bund-Länder-Programms „Bauland-Offensive Hessen“ der Landesregierung. Danach könnten dort vor allem mehrgeschossige Mietshäuser errichtet werden, am Rand zur Industriestraße zudem Gebäude zur gewerblichen Nutzung, am nördlichen Ende ein Hotel, am südlichen Einzelhandel, also auch eine Drogerie.

Diese Vorschläge sind auch der Procom Invest bekannt. Die Stadt habe dem Unternehmen als Investor diese Konzeptidee – auch zur weiteren Abstimmung – vorgestellt, sagt Stöhr. Erfreut habe man zur Kenntnis genommen, dass ein renommiertes Unternehmen wie die Nassauische Heimstätte, deren Tochterfirma die „Bauland-Offensive Hessen“ ist, zum gleichen Ergebnis wie Procom gekommen ist, nämlich, dass der Standort auch für Wohnungsbau geeignet sei. Es handele sich bei jener Planung ja um eine erste grobe Konzeptidee für ein gemischt genutztes Quartier. Dazu seien nun Detaillierungen notwendig. „Grundsätzlich beinhaltet die Konzeptidee der Nassauischen Heim durchaus Ansätze, die es wert sind, sie zu verfolgen.“ Derzeit laufen die entsprechenden Abstimmungen zwischen Stadt und der Procom.

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