Bühne und Ort zum Rückzug

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Der Wildwuchs im Innenhof-Garten des Adolf-Reichwein-Gymnasiums soll bald verschwinden.

Heusenstamm - Ein großes Gemeinschaftsprojekt sei der neue Schulgarten, betont Direktor Siegfried Ritter. Schüler, Eltern, Lehrer und Förderverein des Adolf-Reichwein-Gymnasiums hätten an der Planung mitgewirkt und vor allem das Geld dafür gesammelt. Von Claudia Bechthold

Nun könne das Vorhaben endlich umgesetzt werden, mehr als ein Jahr nach den ersten Schritten. Im November, so hoffen die Beteiligten, sei der Atrium-Garten dann umgestaltet. Und vielleicht stehe dann zu Weihnachten auch schon ein geschmückter Baum darin, fügt Peter Matteo vom Schulelternbeirat hinzu.

Viel Geld musste zunächst gesammelt werden, denn die Umgestaltung des derzeit völlig verwilderten Innenhofs wird nicht billig. Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass die wilden Pflanzen und der Boden möglichst nicht durch das Schulgebäude abtransportiert werden sollen. Stattdessen wird vor dem Komplex an der Leibnizstraße ein Kran errichtet werden, mit dem Geräte und Erdreich über das Schulgebäude gehoben werden können.

Ein Klassenzimmer im Freien

60. 000 bis 65. 000 Euro soll die Umgestaltung des Gartens kosten. Das Geld ist ausnahmslos aus Spenden zusammengekommen. Allein der Sponsorenlauf zum Ende des vergangenen Schuljahres habe 11.000 Euro erbracht. „Eine tolle Leistung“, betont Schulleiter Ritter voller Stolz. Aber auch beim Sponsorenlauf im Jahr davor hatten Schüler, Eltern und Lehrer schon knapp 7000 Euro erwirtschaftet. Dazu kamen Benefizveranstaltungen, Schulfeste, Sammlungen des Förderkreises des Gymnasiums und viele, viele Spenden aus dem Umfeld der Schüler und von Firmen.

Das Konzept für die Gestaltung hat Ulrike Dörflinger vom Landschaftsarchitekturbüro Eckebrecht entworfen. Freilich waren zuvor Schüler und Lehrer nach Wünschen und Vorstellungen befragt worden. Rückzugsort, Platz für kleinere Veranstaltungen, Klassenzimmer im Freien, aber auch Raum zum Lernen soll der Innenhof werden. Aus mehreren Vorschlägen wurde einer ausgesucht.

Peter Matteo, Schulelternbeiratsmitglied und im Baugewerbe tätig, unterstützt das Projekt Schulgarten nach Kräften. „Wir sind dankbar, dass wir seine Erfahrung nutzen können“, sagt Siegfried Ritter.

Einzig die „Kräuterspirale“ bleibt erhalten

Geschwungene Mäuerchen, die durch Holzauflagen zu Sitzflächen werden, eine kleine Terrasse, die als Bühne genutzt werden kann, ein sanft ansteigender kleiner Hügel mit Stufen, der Platz für Zuschauer bietet, Sträucher und Bäume sowie Rasenfläche werden im Innenhof zu finden sein. Aus dem alten Garten erhalten bleiben soll lediglich eine so genannte Kräuterspirale, die Schüler bepflanzt und gepflegt hatten. „Eine Bewässerungsanlage möchten wir noch gerne einbauen, damit auch während der Sommerferien nicht alles vertrocknet“, erläutert Peter Matteo. Einverstanden mit der Umgestaltung ist auch der Schulpartner des Kreises, die Firma Hochtief, wie deren Vertreter Markus Zander versichert.

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