FWH und FDP neutral

Bürgermeisterwahl: Ohne Empfehlung und mit Wünschen

Heusenstamm - Während Heusenstamms Grüne ihrer Klientel den parteilosen Kandidaten Hans-Peter Löw für die Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag ans Herz drücken, legen sich Freie Wähler und FDP auf keinen der Bewerber fest.

Nach intensiven Gesprächen und Beurteilung der Wahlprogramme habe die Mitgliederversammlung der Freien Wähler Heusenstamm (FWH) beschlossen, sich für keinen der Kandidaten auszusprechen, heißt es von der Wählergemeinschaft. „Wir meinen, dass den Bürgern unserer Stadt ausreichend Gelegenheit gegeben wird, sich über die Kandidaten und ihre Programme zu informieren und jeder für sich selbst entscheiden kann, wer der nächste Bürgermeister sein soll.“ Vom neuen Rathaus-Chef erwarten die Freien Wähler, dass er sein Amt parteiunabhängig wahrnimmt und mit allen Fraktionen einen offenen Dialog führt.

Auch die FDP gibt nach Angaben des Vorsitzenden Uwe Klein keine Empfehlung für einen Kandidaten ab. Dies sei das Ergebnis einer Sitzung des Vorstands, an der auch Mitglieder und Freunde teilgenommen haben. Nach Gesprächen mit allen vier Kandidaten und der Auswertung ihrer Programme falle die Wahl nicht leicht.

Als Herausforderung für den zukünftigen Bürgermeister sehe die FDP die Aufgabe, den hohen Standard an freiwilligen Leistungen in der Stadt soweit möglich zu sichern, womöglich auszubauen, und dennoch Einnahmen und Ausgaben wieder zur Deckung zu bringen. Programmpunkte des neuen Amtsinhabers, die zu großen Mehrausgaben führten, müssten also bis auf weiteres in der Schublade bleiben.

Bilder: Bürgermeisterforum in TSV-Halle

Aus der Sicht der FDP verdiene Unterstützung, „wer insbesondere Ideen einbringt, um das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger weiter zu fördern, auszubauen und durch gezielte Koordinierung zu unterstützen“. Ergänzend müssten alle Ausgabe-Posten auf Einspar- und Synergiemöglichkeiten durchleuchtet werden. Dazu wünsche sich die FDP vom neuen Bürgermeister mehr Mut zur Transparenz im Haushalt. Die Umsetzung erforderlicher - und auch unliebsamer - Entscheidungen werde erleichtert, wenn es gelinge, die Bürger einzubeziehen und Einsicht und wo möglich Konsens herbeizuführen. - (clb)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare