Bundesweiter Kochwettbewerb

Adolf-Reichwein-Schule: Spitzenleistung am Herd

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Auch das Anrichten der Speisen fließt in die Wertung ein: Die Gnocchi mit dreierlei Soßen sollen nicht nur gut schmecken, sondern auch schön aussehen.

Heusenstamm - Gnocchi, Windbeutel-Trilogie oder Kirschenmichel: Gleich drei Teams der Adolf-Reichwein-Schule wollen bei bundesweitem Kochwettbewerb siegen. Von Jürgen Roß

Hektisch geht es zu in der Küche der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Zwölf Schülerinnen und Schüler sind in drei Teams zum bundesweiten Wettbewerb „Schülerkochpokal“ angetreten. Unter den Augen von zwei kritischen Juroren kochen sie je ein Drei-Gänge-Menü. „Alles aus Teig - herzhaft und süß“ lautet das Motto des 17. Bundeswettbewerbs vom „Verband der Köche Deutschlands“. Insgesamt starten 135 Schülerteams im Wettbewerb.

Dem Motto entsprechend haben die drei ARS-Teams ihre Menüs zusammengestellt. Unter dem Titel „Bella Italia“ zaubern Aleksandra Mikros, Gabriela Agnello, Sarah Menghistu und Ilona Edenhäuser italienische Speisen. Zur Vorspeise gibt es selbstgemachte Ravioli mit Fleischfüllung auf Tomaten-Basilikum-Soße, als Hauptgericht selbstgemachte Gnocchi an dreierlei Soßen - passend zu den italienischen Nationalfarben mit Tomate, Pesto und Käse - und als Dessert einen Biskuitteig mit Erdbeersahne und süßem Basilikumpesto.

Die vier Schülerinnen sind im Wettbewerb schon „alte Hasen“. Aleksandra Mikros aus der 10. Klasse ist bereits zum vierten Mal dabei und weiß, worauf es ankommt. „Ich koche auch zu Hause sehr viel und habe schon einige Tricks gelernt.“ Auch den Juroren fällt das handwerkliche Geschick der Gruppe auf.

Entstehungskette fließt ins Ergebnis

Ludwig Wenner vom „Verein der Köche Groß-Gerau“ hat ein kritisches Auge auf die Arbeiten am Herd. „In die Bewertung fließt nicht nur das Endergebnis, sondern die gesamte Entstehungskette“ erläutert er. Neben den Menü-Unterlagen, die schon vorher eingereicht werden müssen, werden Arbeitsweise, Sauberkeit, Tischgestaltung und die mündliche Präsentation ebenso bewertet wie Geschmack und Konsistenz der Speisen, die Kreativität und der Gesamteindruck. „Wir vergeben maximal 100 Punkte“, sagt Wenner.

Das zweite Team der Schule hat sich ein „Kulinarisches Allerlei“ vorgenommen. Als Vorspeise servieren Samanta Bemiroviz, Selin Seimli, Feysa Demirtas und Romeelah Gondal zwei verschiedene Crêpes mit Spargel und Pilzen. Hauptgericht ist ein herzhafter Strudel mit Hähnchenbrust und das Dessert eine „Trilogie vom Windbeutel“. Die liebevoll und gekonnt zubereiteten Speisen begeistern die Juroren, die nur wenig Kritik äußern.

Das dritte Team wagt sich an die hessische Küche. Jose Conpez, Laura Kukic, Stella Mackevic und Ouassim Mohammad servieren als Vorspeise einen Lauchkuchen. Zum Hauptgericht gibt es mit Leberwurst gefüllte Kartoffelklöße mit Specksoße und Sauerkraut und als Dessert Kirschenmichel.

Auf Spurensuche: Die perfekte Grüne Soße

Seit sechs Jahren nehmen Schülergruppen der ARS an dem Wettbewerb teil. „Erstmals ist eine gemischte Gruppe dabei“, erzählt Volker Salminkeit, der den Kochkurs leitet. „Eigentlich sind Physik udn Chemie meine Unterrichtsfächer, aber meine Leidenschaft gilt der Küche“, verrät der engagierte Lehrer. Und dass die Begeisterung Salminkeits die Schüler ansteckt, ist an der Atmosphäre in Küche zu spüren. Die Jugendlichen sind konzentriert bei der Sache und verbringen für den Kochkurs sogar ihre Freizeit in der Schule. Das wissen auch Schulleiter Matthias Lippert und Konrektorin Doris Huber zu schätzen. „Uns hat nicht nur geschmeckt, was ihr zubereitet habt, wir sind auch mächtig stolz auf euch und wünschen euch für den weiteren Wettbewerb viel Erfolg“, betont Lippert.

Nachdem die beiden Juroren ihre Verbesserungsvorschläge gemacht haben, geht es für die drei Teams in einem zweiten Durchgang darum, sich für den Landesentscheid zu qualifizieren. Doch davor müssen sich die Schüler nicht fürchten. „Was die drei Teams gemacht haben, war Spitzenleistung“, meint Bernhard Fischer, der als zweiter Juror die Leistung zu bewerten hatte.

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