1. Startseite
  2. Region
  3. Heusenstamm

Bürgermeister Steffen Ball im Dialog mit Bürgern in Rembrücken

Erstellt:

Von: Barbara Scholze

Kommentare

Rathauschef im Dialog mit den Bürgern: Steffen Ball (links) spricht mit Rembrückern unter anderem über Bushaltestellen, Nahversorgung, frei laufende Hunde und fehlende Plätze in der Schulkindbetreuung.
Rathauschef im Dialog mit den Bürgern: Steffen Ball (links) spricht mit Rembrückern unter anderem über Bushaltestellen, Nahversorgung, frei laufende Hunde und fehlende Plätze in der Schulkindbetreuung. © Barbara Scholze

Der Bürgermeister von Heusenstamm, Steffen Ball, klärt im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern über die Prioritäten der Stadt auf. Ganz unterschiedliche Themen werden dabei angesprochen.

Heusenstamm – Mit einer Neuauflage des „Mobilen Rathauses“, einst ins Leben gerufen von Ex-Verwaltungschef Peter Jakoby, geht Bürgermeister Steffen Ball vor Ort, sucht einzelne Quartiere auf und kommt dort mit Bürgern zu spezifischen Fragestellungen ins Gespräch. Zum jüngsten Termin ging es nach Rembrücken. Dort hatten sich an der Kreuzung Im Rehwinkel/Hubertusanlage rund 20 Anwohner rund um das Verwaltungsteam versammelt, dem neben dem Bürgermeister der Erste Stadtrat Uwe Michael Hajdu sowie mehrere Fachbereichsleiter angehörten.

Schon gleich zu Beginn konnte Steffen Ball Beruhigendes mitteilen. Immer wieder werde an ihn herangetragen, dass die Stadt wohl beabsichtige, Grundstücke in Rembrücken zu verkaufen. „Das hat aktuell keine Priorität“, versicherte er nun. Sollte es in Zukunft zu entsprechenden Überlegungen kommen, werde er die Anwohner vorab informieren.

Zu einer größeren Herausforderung habe sich indessen der Umbau der Bushaltestellen entwickelt, gestand Ball ein. Grundsätzlich folge die Verwaltung damit einer gesetzlichen Vorgabe, nach der alle Haltestellen barrierefrei zu gestalten seien. „Wir waren aber in der Kommunikation dazu vielleicht nicht gut genug“, sagte Ball. Vor allem mit Anwohnern der Haltestelle „Hubertusanlage“ sei man inzwischen im intensiven Gespräch und habe die Arbeiten dort erst einmal zurückgestellt. Ball betonte: „Wir überlegen derzeit, ob wir diese Haltestelle dorthin verlegen können, wo es weniger Konflikte gibt.“ Aktuell im Gange sei dagegen der Ausbau der Station „Am Eichwald“.

Heusenstamm: Wenigstens Wartebänke für Bushaltestellen werden gewünscht

Damit war das Thema Bushaltestellen aber nicht beendet. Es folgten Fragen nach möglichen Installationen von Wartehäuschen. Wie Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu erklärte, könne auch ein solcher Bau nur nach genauen Vorgaben erfolgen. Was die Verwaltungsspitze aber versprach zu prüfen, war die Idee einer Anwohnerin, zumindest Wartebänke aufzustellen. „Da wird behindertengerecht ausgebaut, aber es gibt noch nicht einmal eine Gelegenheit zum Hinsetzen“, sagte sie.

Neben Ausführungen zum Thema „Kanal“, zu dem derzeit eine Sanierung in Bearbeitung sei, erläuterten Ball und Hajdu den „Hopper“, den Kleinbus auf Anforderung, der auch in Rembrücken das Fortkommen erleichtern soll. Darüber hinaus ging es um Nahversorgung und E-Ladestationen. „Wir sind in Verhandlung mit einem Lebensmittelunternehmen, um einen kleinen Laden zu installieren“, kündigte Bürgermeister Ball an. Dabei gebe es Überlegungen, mehrere Notwendigkeiten zu vereinen, etwa Geschäft und Ladestationen. Auch eine mögliche Packstation werde derzeit geprüft.

Heusenstamm: Bei der Schulkindbetreuung fehlen Plätze

Recht schnell wandte sich das Gespräch auch dem Thema Nachwuchs zu, vor allem bei der Schulkindbetreuung fehlten Plätze. „Rembrücken war ursprünglich nicht für eine wachsende Bevölkerung angelegt“, sagte Ball. Gemeinsam mit der Kreisverwaltung gelte es jetzt, kurzfristig etwas zu bewegen. „Die Betreuung hat absolute Priorität, dann können wir auch eine Sanierung des Feuerwehrhauses und das Haus der Begegnung angehen“, betonte Ball. Ebenso auf der Agenda stehe der weitere Austausch mit den Jugendlichen des Quartiers, um einen entsprechenden Treffpunkt zu schaffen.

Für Diskussionen sorgten schließlich auch die Rembrücker Vierbeiner. Anwohner klagten nicht nur über frei laufende Hunde, sondern auch über herumliegende Kotbeutel, die nicht selten sogar in den Bäumen hingen. Dass auch Beißattacken zwischen Hunden und ebenso von Hund zu Mensch zugenommen haben, teilte dabei Karl Heinz Kühnle vom Fachdienst Sicherheit und Ordnung mit. Es sei wichtig, dass man immer noch auf das Tier einwirken könne, mahnte er die Hundehalter. Bürgermeister Ball kündigte an: „Das sollten wir in Zukunft regelmäßiger überprüfen.“ (Barbara Scholze)

Auch interessant

Kommentare