Dietzenbach oben auf Wunschliste

Pastoraler Weg: Heusenstammer Katholiken stimmen über Präferenzen ab

Maria Himmelskron (Bildmitte) ist eine von drei Kirchengemeinden, die in eine größere integriert wird.
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Maria Himmelskron (Bildmitte) ist eine von drei Kirchengemeinden, die in eine größere integriert wird.

Katholischen Pfarrgemeinden stehen tiefgreifende Veränderungen bevor. Mit dem sogenannten Pastoralen Weg werden „bis spätestens zum Jahr 2030 die 134 Pfarrgruppen und -verbünde im Bistum Mainz zu rund 50 Pfarreien zusammengeführt“. Auch die Pfarrgruppe Heusenstamm, bestehend aus den früheren Gemeinden St. Cäcilia, Maria Himmelskron und Mariä Opferung, wird mit weiteren Gemeinden zusammengelegt werden.

Heusenstamm – Schon seit Monaten werden daher Gespräche zu diesem Thema geführt (wir berichteten). Aufgabe des Pfarrgemeinderats sei es jetzt gewesen, aus verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenlegung zu wählen, erläutert Pfarrer Martin Weber auf Anfrage. Es geht um mehrere Optionen, die für das jetzige Dekanat Rodgau, zu dem die Schlossstadt gehört, in die Diskussion gebracht worden sind.

Zunächst habe man sich entscheiden müssen, ob man eine Zweier- oder Dreier-Variante wolle, sagt Weber. Das heißt, es ging um die Frage, ob es im Dekanat künftig zwei oder drei große Gemeinden geben soll, wobei sich die Heusenstammer klar für die Dreier-Variante ausgesprochen hätten. Für zwei Pfarrgruppen wären Mühlheim, Obertshausen und Heusenstamm einerseits sowie Rodgau und Rödermark andererseits zu einer Gemeinde verschmolzen.

Gemeinsame Themen mit der Gemeinde in der Kreisstadt

Zur Dreier-Variante lagen den Pfarrgemeinderäten zwei Möglichkeiten vor: Ein Zusammenschluss Heusenstamms mit Dietzenbach, das zum Dekanat Dreieich zählt, und Rödermark mit rund 19 000 Katholiken oder ein Verbund mit Hainhausen, Weiskirchen und Jügesheim mit 16 300 Katholiken. Schließlich habe noch die Option zur Wahl gestanden, dass Heusenstamm nur mit Dietzenbach zusammengeht, berichtet Pfarrer Weber.

Für den Zusammenschluss Heusenstamms mit den Pfarreien aus Rödermark und Dietzenbach spreche laut einer Mitteilung des Pfarrgemeinderats, dass bereits Gespräche mit Dietzenbach stattgefunden haben, in denen man gemeinsame Themen und sich ergänzende Angebote fand wie etwa zur Ökumene oder zu Maria Himmelfahrt. Auch infrastrukturelle Argumente wie die S-Bahn und kurze Verbindung sprächen für Dietzenbach. Zudem habe man in der Diskussion auf geschichtliche Verbindungen hingewiesen. Und im Vorfeld habe sich auch der Förderverein für die Option mit Dietzenbach ausgesprochen. Fraglich sei jedoch, inwiefern sich Rödermark in solch einer Dreier- Konstellation wiederfinden könne, da es dort Bestrebungen nach Dieburg gäbe.

Am Ende hat sich der Pfarrgemeinderat mehrheitlich für den Zusammenschluss mit Dietzenbach und Rödermark ausgesprochen. An zweiter Stelle steht der Wunsch der Schlossstädter, nur mit Dietzenbach eine Gemeinde zu bilden.

Diese Wünsche müssen nun im Dekanat diskutiert und mit den Präferenzen der anderen Gemeinden zusammengebracht werden, erläutert Weber weiter. Im Februar werde dann die Dekanatsversammlung über diese Wünsche entscheiden und die Ergebnisse nach Mainz übermitteln. Das Bistum will dann bis Mitte kommenden Jahres endgültige Entscheidungen zum Zuschnitt der Gemeinden treffen. (Claudia Bechthold)

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