Junge Menschen in der Politik

Dominik Blümmel steht auf Platz sieben der Freien Wähler Heusenstamm

Dominik Blümmel will ins Stadtparlament.
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Dominik Blümmel will ins Stadtparlament.

Immer wieder ist von Nachwuchssorgen in der Politik zu hören. In Heusenstamm kandidieren einige junge Menschen für die Kommunalwahl am 14. März. Sie werben nun um Stimmen und wollen die Zukunft der Stadt mitgestalten. In loser Reihenfolge stellen wir die jeweils jüngsten Bewerberinnen und Bewerber um einen Sitz im Stadtparlament vor: heute Dominik Blümmel von den Freien Wählern Heusenstamm (FWH).

Heusenstamm – „Keiner sollte immer nur schimpfen, wenn ihm etwas nicht passt, man muss auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten.“ Nach diesem Grundsatz hat Dominik Blümmel beschlossen, in die Politik zu gehen. Seine politische Heimat hat er bei den Freien Wählern gefunden, wo er auf Platz sieben der Kandidatenliste zur Wahl für die Stadtverordnetenversammlung steht. „Da habe ich meine Anliegen am ehesten wiedergefunden und eine offene und kommunikative Gemeinschaft angetroffen“, sagt der 23-Jährige.

Sich in seinem Heimatort auch auf der führenden Ebene gesellschaftlich zu engagieren, war für Dominik Blümmel irgendwann ein logischer Schluss. „Ich bin schon mein ganzes Leben lang Heusenstämmer“, erzählt er. Entsprechend wichtig sei ihm die Stadt. „Ich möchte also gerne dabei sein, um sie noch weiter nach vorne zu bringen“, betont der Jungpolitiker. Im Ortsleben eingebracht hat er sich bereits von jung an. Blümmel ist aktiver Handballspieler und hat sich aus vollem Herzen der Musik verschrieben. „Das ist der absolute Ruhepol in meinem Leben“, erzählt er. Nach einem kurzen Intermezzo mit dem Klavier hat er die Klarinette für sich entdeckt, erst im Jugendblasorchester, dann im großen Orchester der TSV, wo er Vorstandsmitglied ist. Einen Ausgleich findet er dort auch für die durchaus anstrengende Phase, in der er sich gerade befindet. Dominik Blümmel hat Wirtschaftsrecht studiert, mit Schwerpunkt Bilanzierung, Buchführung und Steuern. Jetzt ist er im letzten Mastersemester und bereitet sich auf seine erste Stelle vor. „Ich habe bei meiner studentischen Arbeit in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bereits Erfahrungen sammeln können“, erzählt er.

Bei den Freien Wählern sei er inzwischen gut angekommen, berichtet der Mandatsaspirant weiter. „Ich konnte meine Fragen stellen, wurde informiert, um meine Meinung gefragt und konnte, meist online, in das Tagesgeschäft reinschnuppern.“ Auch im Wahlprogramm habe er seine Anliegen wiedergefunden. Dabei hat Blümmel für sein Engagement klare Vorstellungen. „Vor allem zwei Punkte sind mir wichtig“, stellt er fest. Das sei zum einen die Situation der Vereine. „Ich bin selbst ein Vereinsmensch und überlege, wie wir unsere Zusammenschlüsse stärken und voranbringen können.“ Denkbar seien etwa die Vermittlung von Räumlichkeiten, Förderungsmodelle mit einer Quote für Kinder- und Jugendarbeit und organisatorische Unterstützungen wie eine Materialbörse oder eine Ehrenamtsbörse. Dabei sei klar, dass die Vereine auch untereinander stärken netzwerken müssten.

Seinen zweiten Fokus setzt Blümmel bei den Finanzen, „auch wenn wir da leider nicht so viel Spielraum haben“, wie er sagt. So ließe sich doch an der ein oder anderen Stelle etwas drehen. „Wir sollten die vakante Stelle in der Wirtschaftsförderung wieder besetzen“, schlägt Blümmel vor. Eventuell auch als reine Koordination zwischen den Unternehmen und der Stadt. „Außerdem könnten Gewerbeverein und Stadt näher zusammenarbeiten“, empfiehlt er. Beispielsweise mit einem Projekt „Ausbildungsbörse“. Ebenso kooperieren könnte Heusenstamm mit den Nachbarkommunen. „Es macht heute keinen Sinn mehr, alles alleine auf die Beine zu stellen“, betont der Nachwuchspolitiker.

Auf ein politisches Leben, bei dem er sich den Diskussionen um solcherlei Ideen stellen muss, fühlt sich Dominik Blümmel indes gut vorbereitet. „Das, was ich bisher erlebt habe, ist interessant und hat mir Spaß gemacht, außerdem bin ich eher ein Freund klarer Aussagen und sachlicher Politik.“

(Von Barbara Scholze)

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