Konzert mit gleich zwei Blaskapellen

Doppelt Spaß an der Musik

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Den Bigband-Sound der Swing-Ära beherrscht die Stadtkapelle mit Dirigentin Kerstin Assmann-Schulz und Sänger Chris Stöcker aus dem Effeff.

Heusenstamm - Sie sind keine Konkurrenz, die beiden großen Blaskapellen Heusenstamms. Sie ergänzen sich vielmehr auf wunderbare Weise. Das durften die Zuhörer im Festzelt auf dem Rembrücker Dorfplatz jetzt erleben. Von Claudia Bechthold 

Unter dem Motto „Doppelt (hält) klingt besser“ gaben Stadtkapelle und TSV Blasorchester am Freitagabend ein großes Konzert.

Beide Orchester haben ihre Stärken gefunden und trumpfen auf ihrem Gebiet mit viel Können auf. Während die Stadtkapelle sich mit Dirigentin Kerstin Assmann-Schulz auf Swing- und Tanzmusik konzentriert, punktet das TSV-Orchester unter Dirigent Sebastian Früchel mit eher symphonischer Literatur. Spaß macht beides. Und das Publikum im leider nur gut zur Hälfte gefüllten Zelt honoriert"s mit immer wieder lang anhaltendem Applaus.

Einen Zusatzpunkt darf man der Stadtkapelle, die den ersten Teil des Abends bestreitet, gönnen: Sie hat mit Chris Stöcker einen Sänger, der den gelungenen Bigband-Sound der Musiker bestens unterstützt und ergänzt. Mit Titeln wie „Hello Dolly“ oder „Wonderful World“ – beide berühmte Louis-Armstrong-Songs – begeistern die Schlossstädter.

Nicht nur Gängiges hat das TSV Blasorchester in der zweiten Hälfte des Konzerts im Programm. Gefällig aber ist es allemal. Und wenn Früchel bei „Brassed Up Funk“ quasi per Tänzchen dirigiert, springt der Funke einmal mehr über. Grandios übrigens das Schlagzeug-Solo der vier für den Rhythmus zuständigen Musiker bei „Spain“ vom Jazzrocker Chick Corea. Launig moderiert einmal mehr Björn Uhl.

Erlebt hat das Publikum einen abwechslungsreichen Abend mit unterschiedlicher Blasmusik. Und die Heusenstammer können stolz sein, dass gleich zwei wirklich gute Orchester in ihrer Stadt zu Hause sind.

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