Viele Informationen am Tag der offenen Tür

Einblicke in den Unterricht an der Adolf-Reichwein-Schule

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Im Foyer der Adolf-Reichwein-Schule führen Schülerinnen den Eltern und anderen Gästen während der Pausen beim Tag der offenen Tür Zumba vor.

Heusenstamm - Mit auf Entdeckungstour nehmen Zehntklässler die Besucher am Tag der offenen Tür an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Neben Eltern und Geschwistern kommen auch Viertklässler mit Familie, die sich informieren wollen. Von Anna Scholze 

Sie sind Reiseleiter für einen Tag, die Zehntklässler der Haupt- und Realschule an der Leibnizstraße. Sie führen unter anderem Grundschüler der vierten Jahrgangsstufe auch in den Chemieraum. Dort zeigt Lehrerin Jana Salawa anhand von Experimenten den Stoff unterschiedlicher Lernstufen. Wer aktiv genug ist, kann gemeinsam mit den ARS-Schülern Knete oder bunten Schleim herstellen. Ein paar Räume weiter gibt es einen Einblick in den Französischunterricht, die Viertklässler lernen erste Worte in der fremden Sprache. Neben dem Naturwissenschafts- und Fremdsprachen-Unterricht stehen die Türen ebenso offen für Schulstunden in den Fächern Mathematik im Alltag, Informatik oder Mechatronik.

Ein weiteres Bildungsangebot, das vorgestellt wird, ist der Musikunterricht, den die Stadtkapelle Heusenstamm unterstützt. In der Kooperation zwischen der Kapelle und der ARS können Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs, wie Dirigentin Kerstin Assmann-Schulz erläutert, ein Blasinstrument erlernen. Wer einen kurzen Stopp im Hörsaal einlegt, erhält von Schulleiterin Margit Breen und deren Stellvertreterin Doris Huber in einem Vortrag die wichtigsten Informationen über die Adolf-Reichwein-Schule. Dabei ist es für den einen oder anderen Elternteil beruhigend zu hören, dass für die Kinder über den Schulalltag hinaus gesorgt ist. So gehört zum Konzept der Schule unter anderem eine Förderstufe. In dieser erhalten jene Mädchen und Jungen Unterstützung, die für einen Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule noch nicht bereit sind. „Darüber hinaus können sich Jungen und Mädchen, die ein bisschen Ruhe vom turbulenten Schulalltag benötigen, während der Pausen in der Teestube entspannen“, erläutert Breen.

Bilder: Abschlussfeier der Adolf-Reichwein-Schule in Heusenstamm

Abgänger und Jugendliche, die bereits in die Zukunft nach der Schule blicken, erhalten von Berufswegebegleiterin Sarah Epifani Tipps für ihren Werdegang. „Wir sind sehr daran interessiert, die Schüler auf den Beruf vorzubereiten“, betont Margit Breen. Das bestätigt Zehntklässler Alessandro Caronia: „Die Adolf-Reichwein-Schule ist eine tolle Schule, die uns gut für die Arbeitswelt rüstet. Sie entlässt die Schüler nicht ohne einen Plan, wie es weitergehen kann.“

Neben den Inhalten des klassischen Unterrichts lernen die Jugendlichen an der ARS auch, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. So findet sich unter zahlreichen Arbeitsgruppen (AGs), wie etwa der Fahrradwerkstatt oder dem Spaßfußball, auch der Sanitätsdienst. Unter professioneller Anleitung der Sanitäterin Pinar Saricicek lernen die Teilnehmer, worauf es bei der Erstversorgung ankommt. Die Leitung des Teams übernehmen Schulsprecher und Zehntklässler Spencer Chueng und Noah Bulig aus der neunten Jahrgangsstufe. Chueng erzählt: „Zu unseren Aufgaben gehört es, den Dienstplan zu erstellen und den Sanitätskurs zu leiten, wenn Frau Saricicek keine Zeit hat.“ Außerdem, berichtet die Sanitäterin, müssen die Ersthelfer der ARS unter anderem während Schulfeiern Sanitätsdienste übernehmen. Das Resümee der Eltern fällt am Ende der Entdeckungstour meist zu Gunsten der Bildungsstätte aus. So sagt Anja Nascimento, die ihr Kind auf die ARS schicken möchte: „Mein Eindruck ist positiv, ich bin zufrieden.“

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