SPD betont Wichtigkeit Projekte Stadtumbau und Familienzentrum St. Cäcilia

„Eine einmalige Chance für Heusenstamm“

Das Areal an Feuerwehrhaus und Dincklergelände sind Teil des Stadtumbaus.
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Das Areal an Feuerwehrhaus und Dincklergelände sind Teil des Stadtumbaus.

Mit rund 13 Millionen Euro fördert das Land Hessen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren die Weiterentwicklung der Stadt Heusenstamm, berichten die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung. Die Aufnahme der Schlossstadt in das Landesprogramm „Stadtumbau in Hessen“ sei vor allem dem persönlichen Engagement von Bürgermeister Halil Öztas zu verdanken, betont Rolf Lang, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

Heusenstamm - Diese Fördermittel sollen der Stadt helfen, den künftigen – insbesondere durch den Klimawandel erforderlichen – Veränderungen der Infrastruktur und der Baupolitik gerecht zu werden. Lang verweist darauf, dass 2018 ein „integriertes Stadtentwicklungskonzept“ beschlossen worden sei, mit dem das Fördergebiet in Heusenstamm festgelegt wurde. Zudem sei eine „lokale Partnerschaft“ zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eingerichtet worden. In mehreren Veranstaltungen habe man Ideen aus der Bürgerschaft gesammelt. Aus diesen Vorarbeiten entstanden nach Angaben Langs rund 40 Projekte, die vom Land Hessen mit fast 60 Prozent der Kosten gefördert werden.

Dabei gehe es um Maßnahmen beim Wohnen und im Wohnumfeld, beim Einzelhandel, bei der Infrastruktur, beim Klimawandel sowie bei historischen Bauten und der Stadtgestaltung. Öffentlich vorgestellt wurden bereits Konzepte für den Wiesenbornweg und das Areal um das Feuerwehrhaus sowie das Dincklergelände. Gefördert werde etwa die Entsiegelung und Begrünung von Flächen auf Privatgrundstücken. Private Bauherren erhielten dafür bis zu 20 000 Euro. In Bearbeitung seien außerdem Maßnahmen zur Parkpflege und Nutzungskonzepte im Umfeld des Schlosses sowie der Umbau und die Sanierung der Bürgermeister-Kämmerer-Straße.

Dieses Projekt sei „eine einmalige Chance“, schreibtLang. Erstmals in der Geschichte der Stadt sei Heusenstamm dank des Engagements von Halil Öztas in ein Städtebau-Förderprogramm aufgenommen worden. Die SPD wolle „diese Maßnahmen umsetzen, nicht blockieren oder schlecht reden“.

Zudem bekräftigt die SPD, das Familienzentrum St. Cäcilia gemeinsam mit der katholischen Pfarrgruppe bauen zu wollen. „Das ist eine einmalige Chance“, sagt Lang. Eine Landesförderung, wie sie nun mit 5,14 Millionen Euro möglich sei, werde es in Zukunft nicht mehr geben.

Lang verweist darauf, dass Öztas und Pfarrer Martin Weber gemeinsam „die Vision eines Familienzentrums im Herzen der historischen Altstadt“ entwickelt hätten. Diese Ideen seien in Bürgerversammlungen vorgestellt worden. Zusammen mit Fachleuten sowie interessierten Bürgern sei die Idee weiterentwickelt und eine Machbarkeitsstudie erstellt worden, die auf den Bedürfnissen von Kirche und Stadt basiere. Geplant sei, so Lang weiter, auf dem Gelände des jetzigen Pfarrheims St. Cäcilia das größtenteils nicht mehr nutzbare Gebäude abzureißen und durch drei barrierefreie, miteinander harmonierende Neubauten zu ersetzen, die sich in das Altstadtbild einfügen. In einem der Gebäude sollen Räume für Vereine und andere Institutionen entstehen, darunter etwa verschiedene Beratungsstellen für Jugendliche und Senioren. Zudem sind dort Besprechungsräume und weitere Räume für die Kirche (Sakristei) vorgesehen. Nicht zuletzt soll ein Begegnungscafé entstehen. Im Obergeschoss werde ein Saal für Veranstaltungen geplant. Im zweiten Gebäude, so Lang, sind Räume für die Nachmittagsbetreuung der Adalbert-Stifter-Schüler vorgesehen. Im dritten Gebäude seien eine Kita und eine Hausmeister-Wohnung vorgesehen.

Der SPD-Politiker verweist darauf, dass das Land bei den geförderten Teilen bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernehme. Die Projektförderdauer laufe nur bis zum Jahr 2025. Deshalb sei die rasche Umsetzung der Pläne wichtig.  clb

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