Gesamtvorstand mit einer Ausnahme im Amt bestätigt

Einige Mitglieder im TSV weniger

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Der TSV-Vorstand: Gerhard Löw (vorne von links), Gundi Wilz, Susanne Karne und Carsten Müller, dahinter Peter Dinkel (von links), Eugen Kern, Ehrenvorsitzender Karl Rebell und Bürgermeister Halil Öztas. 

Einen leichten Rückgang bei der Mitgliederzahl und ein Defizit in der Bilanz musste Heusenstamms größter Verein, die TSV, im Jahr 2018 hinnehmen. Dennoch zeigte sich Vorsitzender Carsten Müller während der Jahreshauptversammlung des Hauptvereins nicht unzufrieden. 

Heusenstamm – Zu Beginn des Treffens dankte Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel allen, die am Schnüren des Pakets TSV aktiv beteiligt sind. Für den Magistrat der Stadt hob Bürgermeister Halil Öztas hervor, er sei stolz, Mitglied dieses Vereins zu sein, der die meisten Kinder betreue – mit Leistungen, die bezahlbar seien.

Bewährt habe sich die Umstellung der Beiträge in ein einheitliches System, betonte Müller in seinem Rechenschaftsbericht. Ebenso sei man zufrieden mit der Entscheidung, die Reinigung der Turnhalle nach außen zu vergeben. Immer schwieriger werde es hingegen mit der personellen Ausstattung der TSV. Seit 2018 habe man eine hauptamtliche Kraft für die Buchhaltung. „Wir haben allein im vergangenen Jahr mehr als 800 000 Euro umgesetzt, dieser Aufwand ist ohne hauptamtliche Mitarbeiter nicht zu machen“, betonte der Vorsitzende.

Eine komplette Abteilung hat die TSV im vergangenen Jahr verloren. Der Cheftrainer der Abteilung Kickboxen und Taekwondo habe sich selbstständig gemacht und den Verein verlassen. Damit habe man keinen geordneten Betrieb mehr gewährleisten können. 95 Mitglieder seien ausgetreten. So hatte die TSV zu Beginn dieses Jahres noch 2719 Mitglieder. Das sind 106 weniger als ein Jahr zuvor. Nicht eingerechnet sind in diese Zahl jene Personen, die mehreren Abteilungen angehören.

„Das darf nicht noch einmal passieren.“

Wegen einer vorsorglichen Rückstellung schloss die TSV das Jahr 2018 mit einem Defizit in Höhe von 38 560 Euro ab. Diese sei notwendig geworden, weil von der Rentenversicherung ein Beschäftigungsverhältnis anders eingeschätzt worden sei, als es gehandhabt wurde. „Das darf nicht noch einmal passieren“, betonte Müller. Noch keine Entscheidung sei bislang zum Thema Erweiterung der Halle an der Jahnstraße gefallen, berichtete der Vorsitzende weiter. Diese sei dringend notwendig, zumal man derzeit dem Gesundheits- und Reha-Sport nur wenig bieten könne, da Räume fehlten. Außerdem sei das Gebäude auch Turnhalle der Adalbert-Stifter-Schule, die zunehmend auf dem Weg zum Ganztagsbetrieb sei. „Aber um einen Anbau planen zu können, müssen wir wissen, ob der Kreis die Halle auch künftig für die Stifter-Schule oder eine andere Schule benötigt.“

„Ohne öffentliche Förderung wird das nicht funktionieren.“

Auch die Halle selbst sei nicht mehr die jüngste und zunehmend reparaturbedürftig. Müller: „Wenn wir nicht reagieren, werden wir irgendwann nicht mehr handlungsfähig sein.“ Fünf, höchstens zehn Jahre sei das Zeitfenster noch. Und wenn man wisse, wie es weitergeht, werde man auch auf die Stadt zukommen: „Ohne öffentliche Förderung wird das nicht funktionieren.“ Es gehe darum, den Verein zukunftsfest zu halten, und dazu benötige man jede Unterstützung, technische ebenso wie bei der Finanzierung und mit Ideen. Vier Jahre bleiben noch bis zur Feier des 150. Jubiläums der TSV. Auch dabei sei man auf Unterstützung angewiesen. Wer etwas beitragen könne, möge sich melden, appellierte Müller.

Bei den Vorstandswahlen wurden Carsten Müller als Vorsitzender sowie Eugen Kern, Gerhard Löw und Gundi Wilz als Stellvertreter jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Gremium ist Susanne Karner, die ebenso einstimmig zum Vorstandsmitglied Finanzen gewählt wurde. Sie übernimmt diese Aufgabe von Evelyn Ihmann, die aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

VON CLAUDIA BECHTHOLD

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