Eislandschaft mit Pinguin und Wal

Gefaltete Pinguine, ein runder Pinguin und ein Polarfuchs besiedeln die selbst gebastelte Eislandschaft mit Sonne.

Heusenstamm - Gruppe der Schulkindbetreuung an der Otto-Hahn-Schule beteiligt sich an bundesweitem Wettbewerb zum Klimawandel

„Moment, warte mal, den Polarfuchs muss ich noch anders hinstellen.“ Nils ist in seinem Element. Unaufgefordert hat er die Regie übernommen, als die Eislandschaft fotografiert werden soll. „Die Schneehasen sollen aber auch auf das Bild“, moniert der Sechsjährige beim Blick auf den Kontrollmonitor der Kamera. Schnell werden die Tiere neu arrangiert. Dann dirigiert er noch, wie die Kamera zu halten ist, bevor er das Auslösen endlich gestattet: „So, jetzt kannst du“, sagt er bestimmt.

Obwohl Nils nicht zu der Gruppe gehört, die in der Schulkindbetreuung an der Otto-Hahn-Schule während der Ferien an dem kleinen Umweltprojekt teilgenommen hat, so teilt er doch die Begeisterung für die selbst gebastelte Eislandschaft mit orangenfarbenem Sonnenuntergang. Während der Ferien hatten etwa 35 Kinder daran gearbeitet. Und sie wollen damit nicht nur beweisen, dass sie sich mit dem Thema Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Natur auseinander gesetzt haben. Sie wollen damit auch an einem Wettbewerb teilnehmen, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ausgeschrieben hat.

„Wenn das Eis schmilzt, ist das nicht gut für die Pinguine“, erläutert Maxi, zehn Jahre, und nickt dazu mit ernster Miene, um die Wichtigkeit seiner Aussage noch zu unterstreichen. Und er kennt auch den Grund für den Klimawandel und die allmähliche Erwärmung an den Polen: die Luftverschmutzung.

Dann wendet sich der Viertklässler an Erzieherin Katharina Massing: „Kann man mit einem Kugelschreiber ein Loch in die Ozonschicht stechen“, fragt Maxi. Leider kann ihm diese Frage keiner der Anwesenden beantworten. Doch das stört den Zehnjährigen nicht weiter. Er liest viel über Umweltverschmutzung und Klimaveränderung. Vielleicht findet sich in einem der Bücher ja eine Antwort auf seine Frage.

Die Idee, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen, hatte Caroline Pfeiffer, die ebenfalls als Erzieherin in der Betreuung an der Otto-Hahn-Schule tätig ist. Gemeinsam hatte man sich während der Weihnachtsferien zum Thema passende Bücher ausgeliehen. Außerdem machte die Gruppe einen Ausflug in den Zoo, um sich vor allem jene Tiere einmal näher anzuschauen, die in der Arktis oder der Antarktis leben.

Die Eislandschaft freilich ist der ganze Stolz der Kinder. Pinguine, ein Orka-Wal, Schneehasen und ein Polarfuchs tummeln sich dort. Dass es Pinguine nur in der Antarktis und Polarfüchse oder Schneehasen nur in der Arktis gibt, spielt dabei keine so große Rolle. Schließlich sei das Eis an beiden Polen ja vom Klimawandel bedroht. Und das Basteln hat den Kindern großen Spaß gemacht, etwa bei den Falt-Pinguinen, die Kosta, Marie und Pauline gestaltet haben. Oder bei dem Polarfuchs, den der sechs Jahre alte Bixente gebastelt hat: „Das war voll schwer“, stöhnt er auch jetzt noch.

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