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Schulkindbetreuung „Die drei Freunde“ kegelt im Kultur-und Sportzentrum Martinsee

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Mit viel Kraft werfen die Kinder aus der Schulkindbetreuung „Die drei Freunde“ der Otto-Hahn-Schule auf der Kegelbahn in Martinsee die Kugeln in Richtung Kegel.
Mit viel Kraft werfen die Kinder aus der Schulkindbetreuung „Die drei Freunde“ der Otto-Hahn-Schule auf der Kegelbahn in Martinsee die Kugeln in Richtung Kegel. © M

„Das hat mir super, super gut gefallen.“ Florian und Jan jubeln fast im Chor ihr Loblied auf die Kegelbahnen im Keller der Kultur- und Sportzentrums Martinsee. Und mit dieser Meinung stehen die beiden Jungs nicht allein, alle 23 Kinder der „Die drei Freunde“ recken die Arme in die Höhe, wenn Patrizia Weißbrodt sich nach der Zufriedenheit ihrer Schützlinge erkundigt.

Heusenstamm – „Für die Abc-Schützen war es der erste Ausflug ihrer Schulzeit überhaupt“, erläutert die Erzieherin, und die Viertklässler können sich kaum an eine Fahrt erinnern. Die Mitarbeiterin der Schulkindbetreuung an der Otto-Hahn-Schule hat mit ihrer Kollegin Lisa Gottschall für die Ferienspiele einige Exkursionen in die nähere Umgebung organisiert. Das Spiel auf den Bahnen, auf denen sonst Grün-Weiß Offenbach trainiert und Gastmannschaften empfängt, ist der Hit für die Gruppe.

Sie sind mit dem Bus gekommen und kehren auch so zur Einrichtung an der Philipp-Reis-Straße zurück – selbst die gemeinsame Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist für viele ein Erlebnis. „Bis jetzt durften wir das nicht“, verweist die Sprecherin auf die Pandemie-Regeln. Doch jetzt gleichen die Angebote in den beiden Wochen der Osterferien fast dem Programm vor Corona.

Zum ersten Mal seit Langem sind auch wieder jahrgangsübergreifende Aktivitäten ohne Mund-Nase-Schutz möglich, der auch beim Kegeln schwer zu tragen gewesen wäre. Kraftvoll wuchten die Erstklässler die schweren Kugeln aus der Schiene, obwohl die „Profis“ dem Nachwuchs schon kleinere Modelle bereitgelegt haben. Die Jüngsten heben die Spielgeräte mit zwei Händen, pendeln sie kurz zwischen den Beinen, bevor sie die Bälle auf die Bahn fallen lassen.

Meistens rollt die Kugel zaghaft auf die weißen Figuren am Ende der Strecke zu, bringen immerhin vier, fünf von ihnen zu Fall. Oft driftet sie aber auch früh in die Rinne ab und hat keine Chance mehr, auch nur einen einzigen Kegel zu treffen. Macht nichts, die Kinder haben trotzdem viel Spaß.

Leiterin Weißbrodt versucht, die Mannschaft fürs „Tannenbaum“-Spiel zu gewinnen: Je nachdem, wie viele von „Alle Neune“ umkippen, wird eine Zahl an der Tafel weggewischt. Die Ziffern sind wie ein Dreieck angeordnet, ganz oben steht die „9“ darunter zweimal die „8“, von Dreiern und Vierern gibt es unten mehr.

Komplett „abräumen“ gelingt nur einer Erzieherin, die damit die „Spitze“ des „Baums“ kappt. Eigentlich wollten sie auch zum Bowling gehen, berichtet die Organisatorin, das hat aber nicht geklappt. Dafür haben sie mit Hammer und Meißel Specksteine bearbeitet, verfeinern täglich ihre Tanzschritte und trainieren Basketball oder Tennis. Am Kinotag haben sie in der Turnhalle ihrer Schule den Zeichentrickfilm „Home“ geschaut, stilecht mit Popcorn, Chips und Nachos auf dem Schoß. In der ersten Ferienwoche waren rund 30 Mädchen und Jungen am Start, haben Osterkörbchen gebastelt, die vom Betreuerteam gefüllt wurden.

Für die Zeit auf der Kegelbahn haben Ellen und Marie daheim eifrig geübt: „Der Papa hat zu Hause eine Bahn aufgebaut“, verraten sie. So viel Bewegung macht hungrig. Der Lieferant bringt diesmal Würstchen, die von den kleinen Kegelbrüdern und -schwestern auf dem Grill hinter dem Zentrum gebrutzelt werden. Danach folgt das nächste Abenteuer: die Heimreise mit der Linie OF-30. (Michael Prochnow)

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