„Es ist ein toller Job“

Heusenstamms Bürgermeister Halil Öztas stellt sich erneut der Direktwahl

Halil Öztas.
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Halil Öztas.

„Ich stehe für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.“ Mit dieser Ankündigung überraschte Bürgermeister Halil Öztas (SPD) gestern Mittag während einer Pressekonferenz im Schloss. Der Rathauschef wird sich damit der in rund einem Jahr anstehenden Direktwahl für dieses Amt stellen. Ein Wahltermin steht noch nicht fest, die sechsjährige Amtszeit endet am 31. Dezember 2021.

Heusenstamm – Mit dem großen Zuspruch aus der Bevölkerung, aber auch mit dem Spaß an der Aufgabe begründete der 43-Jährige seine Entscheidung. Und er habe als „junger Mann“, als der er sich noch fühle, die Kraft und die Ausdauer, weiterhin „problemlösungsorientiert“ zu arbeiten: „Es ist ein toller Job mit vielen tollen Menschen um mich herum. Er fordert viel, ist aber auch Inspiration.“ Heusenstamm und die Menschen in dieser Stadt seien ihm eine Herzensaufgabe.

Mit „sehr viel Herzblut und Leidenschaft“ habe er in den vergangenen fünf Jahren für die Schlossstadt gearbeitet und versucht, die Stadt nach vorne zu bringen, sagte der Jurist mit einem Blick zurück. Der Kita-Ausbau, die Stadtentwicklung und die Integration seien die zentralen Themen zum Amtsantritt 2016 gewesen. Insgesamt sei es bisher „eine sehr schöne und interessante Zeit gewesen, die ihn bereichert und zu seiner Persönlichkeitsentfaltung beigetragen habe.

Großer Dank an die Kollegen in Magistrat und Politik

„Es ist aber auch kein Sonnenschein-Job“, betonte Halil Öztas weiter. So habe er vom politischen Mitbewerber „sehr unsachliche Kritik“ erfahren, die ins Persönliche gehe. Doch damit müsse man leben und umgehen.

„Großen Dank“ richtete der Bürgermeister an seine Kollegen im Magistrat und in der Politik, die größtenteils schwierige Themen gemeinsam mit ihm angegangen seien. Ausdrücklich betonte der 43-Jährige die Zusammenarbeit mit den Parteien der Kooperation aus SPD, Grünen und Freien Wählern sowie der FDP. Da habe es keinerlei Probleme im Zwischenmenschlichen gegeben. Seitens der CDU hoffe er, dass „die unsäglichen persönlichen Angriffe aufhören und wir gemeinsam zum Wohl der Stadt arbeiten“.

Warteliste zur Kinderbetreuung reduziert

Unzutreffend sei, dass er bislang nicht viel umgesetzt habe. So habe er viele Unternehmen nach Heusenstamm geholt, was zu besseren Einnahmen bei der Gewerbesteuer geführt habe. Bei der Entwicklung des Geländes der Arbeiterwohlfahrt an der Herderstraße habe er mitgewirkt, nachdem dort lange Zeit nichts vorangegangen sei, ebenso beim ehemaligen Wachtberger-Grundstück an der Industriestraße. Und bei der Kinderbetreuung habe man die Warteliste erheblich reduzieren können sowie ein Anreizsystem für Erzieherinnen geschaffen, das Heusenstamm zum attraktiven Arbeitgeber mache.

Mit der Kandidatur wirft Öztas seinen Hut als erster in den Ring. Die CDU will Ende Oktober während einer Mitgliederversammlung ihren Kandidaten nominieren. (Claudia Bechthold)

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