„German Mut“ gegen den Hass

FDP-Neujahrsempfang mit Landes-Chef

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Stadtrat Manfred Ester, Ortsvereins-Vorsitzender Uwe Klein, Landesvorsitzender Dr. Stefan Ruppert und der Heusenstammer FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Rudolf Benninger (von links).

Heusenstamm - Zu ihren traditionellen Neujahrsempfang hatte die FDP Heusenstamm Freunde und Gäste ins Hintere Schlösschen geladen. Neben Fraktionsvorsitzenden Dr. Rudolf Benninger und dem Ortsvereins-Vorsitzenden Uwe Klein war auch der Landesvorsitzende Dr. Stefan Ruppert angereist.

Mit leisen Klavierklängen eröffnet Wolfgang Löll den Neujahrsempfang der Liberalen, bevor Uwe Klein die anwesenden Gäste, darunter Bürgermeister Halil Öztas (SPD) und Altbürgermeister Peter Jakoby (CDU) begrüßt. Der Neujahrsempfang so kurz vor einer Wahl bringt es mit sich, dass die Heusenstammer Liberalen sich mit ihren Positionen auch präsentieren wollen. Klein verweist auf das Programm, das die Bundes-FDP beschlossen hat. „German Mut“ lautet die Antwort der FDP auf die Bedenkenträger und jene „besorgten Bürger“, die Hass und Unfrieden schüren. Es sind politische Wahlkampfklänge, die beim Neujahrsempfang angestimmt werden. Klänge, in denen sehr viele nachdenkliche und auch selbstkritische Zwischentöne mitschwingen.

Der Apostel Paulus ist es, den der Parteivorsitzende an diesem Sonntagvormittag zur Unterstützung der FDP-Positionen bemüht. „Gott hat euch nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“, zitiert Klein aus dem zweiten Timotheusbrief und findet Parallelen: „Ob Zufall oder nicht, wir legen mit dem Apostel jedenfalls auf einer Linie“. Als Gastredner ist der Landesvorsitzende Ruppert gekommen. Für ihn steht mehr die Landes- und Bundespolitik im Fokus seines Beitrags. Es sind streckenweise laute Töne, die Ruppert von sich gibt und damit das bundespolitische Klima widerspiegelt.

Mit Benninger geht es wieder zurück auf kommunalpolitische Themen. Fünf Punkte greift er heraus, die den Heusenstammer Liberalen ein wichtiges Anliegen für die künftige Politik sind: Die Haushaltskonsolidierung, mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen, der Ausbau der Kindertagesstätten, das Gebäudemanagement sowie die Integration von Flüchtlingen. Für die Forderung der SPD nach kostenlosen Kita-Plätzen sieht Benninger keinen finanziellen Spielraum. „Der Vergleich mit anderen Städten wie Rodgau hinkt, denn diese Städte haben weder ein vergleichbares Schwimmbad oder ein Sportzentrum wie Martinsee zu finanzieren“ gibt Benninger zu bedenken.

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Als er seinen Eindruck schildert, dass es im Bereich der Flüchtlingsarbeit zu wenig ehrenamtliches Engagement gäbe, kommt Widerspruch von den Zuhörern und auch bei den anschließenden Gesprächen unter Heusenstammer Kommunalpolitikern wird deutlich, dass es ein gut funktionierendes Netzwerk gibt, das den Herausforderungen der Flüchtlingsarbeit durchaus gewachsen ist. Pianist Wolfgang Löll beschließt den offiziellen Teil mit einer Komposition des Heusenstammers Ludwig Weiß und auch die Vertreter der Parteien finden schließlich harmonische Töne zu den Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik.

jro

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