Feuerwehr-AG an Adolf-Reichwein-Schule

Mit „Feuereifer“ dabei

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Heusenstamm - „Bei uns im Haus hat es schon mal gebrannt“, sagt der 12 Jahre alte Joshua. „Da war noch ein Baby in der Wohnung. Ich hab gesehen, wie die Feuerwehr da rein gegangen ist, das Baby rausgeholt und das Feuer gelöscht hat. Von Claudia Bechthold 

Dieses Erlebnis hat ihn so beeindruckt, dass er sofort dabei war, als an der Schule die Feuerwehr-AG angeboten wurde. Seit Beginn der zweiten Schuljahreshälfte betreuen Angehörige der Feuerwehr Heusenstamm mit Unterstützung der Stadtbrandinspektoren die Arbeitsgemeinschaft an der Adolf-Reichwein-Schule. 23 Kinder sind mit Begeisterung und „Feuereifer“ dabei. „Eigentlich lernen die Schüler, was wir in der Jugendfeuerwehr unterrichten“, erläutert Simon Rebell, der die AG gemeinsam mit Roxanna Breahna und weiteren Mitgliedern der Einsatzabteilung betreut. Knoten und Stiche zeigen Simon Rebell und Jan Kronmüller einem Teil der Gruppe, während die anderen „eingekleidet“ werden. Das heißt, sie erhalten Uniformen“ der Jugendfeuerwehr.

Philipp Höhmann und Roxanna Breahna helfen ihnen dabei. Die Knoten und Stiche werden benötigt, wenn man zum Beispiel etwas sicher zusammenbinden will, erläutert Simon Rebell den Kindern. Weitere Themen sind etwa die Vorschriften, die eingehalten werden müssen, um Unfälle zu vermeiden, wie man eine Wasserversorgung an einer Einsatzstelle aufbaut, Erste Hilfe bei Verletzten, was bei einem Verkehrsunfall zutun ist und natürlich wie man ein Feuer löscht. Isabel, elf Jahre alt, hat schon in der vierten Klasse an einem ähnlichen Projekt an der Schule mitgemacht. Das hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie nun wieder dabei ist. Nicole, ebenfalls elf Jahre alt, möchte wissen, wie man Menschen in Notsituationen helfen kann. Und der zwölf Jahre alte Alex will einfach mal etwas Neues machen.

Zwei Tote nach Hausbrand

Zwei Tote nach Hausbrand

Die Technik fasziniert eher die Jungs. Die vielen verschiedenen Geräte nennt etwa Nuredin (12 Jahre) als einen der Gründe, warum er sich für diese AG gemeldet hat. Und Florian möchte vor allem wissen, „was in den großen Autos alles drin ist und wie das funktioniert“. Matthias Lippert, Leiter der Adolf-Reichwein-Schule, hat sich selbst viele Jahre in der Feuerwehr vor allem für den Nachwuchs engagiert. Deshalb ist er begeistert von der Idee, diese AG anzubieten. „Es zeigt, dass diese jungen Leute bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, betont er.

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