Rauch nach Defekt an Heizungsanlage

Giftiges Gas im Haus verteilt

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Mit größerem Aufgebot war die Feuerwehr in der Heinrich-von-Stephan-Straße tätig.

Heusenstamm - Eine ganze Menge Glück dürften die Bewohner eines Wohn- und Geschäftshauses an der Heinrich-von-Stephan-Straße gehabt haben. Denn in dem Gebäude hatte sich am Dienstag weitgehend unbemerkt hochgiftiges Kohlenmonoxid ausgebreitet.

„Rauchentwicklung im Keller“ lautete das Alarmstichwort, mit dem die Feuerwehren Heusenstamms sowie der Rettungsdienst und der Notarzt am Dienstag alarmiert wurden. Vermutlich durch einen technischen Defekt in der Heizungsanlage hatte sich viel Rauch im Keller ausgebreitet. Das dürfte schon ein Teil des Glücks gewesen sein, denn ohne den Rauch wäre niemand auf den defekt aufmerksam geworden, zumal auch die Rauchmelder Alarm ausgelöst haben. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte sich das geruchlose Kohlenmonoxid bereits im Haus verteilt.

Der Qualm aus der Heizung war dann auch Grund genug für alle Hausbewohner, sich ins Freie zu begeben - ohne zu ahnen, wovor sie in diesem Moment tatsächlich flüchteten. Zwar ist auch Qualm giftig, Kohlenmonoxid aber ist gefährlicher, weil man es nicht bemerkt. Dennoch wurden ein Mann und eine Frau vorsorglich von einem Notarzt betreut, weil sie Kohlenmonoxid eingeatmet hatten.

Die Feuerwehr, die mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz im Gebäude tätig war, rettete außerdem einen Hund aus einer Wohnung. Mit einem speziellen Lüftungsgerät wurden das Gas und der Qualm aus dem Gebäude geblasen. Rund zwei Stunden nach dem Eintreffen der Wehr konnten die Bewohner das Gebäude wieder betreten. Bis dahin hatten die Brandschützer mehrfach gemessen, ob in den Räumen noch eine schädliche Kohlenmonoxid-Konzentration vorhanden ist. Erst als dies sicher verneint werden konnte, wurde das Haus frei gegeben. 20 Kräfte aus Rembrücken und Heusenstamm waren mit Einsatzleiter Marco Schmidtke vor Ort. (clb)

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