Feuerwehr mit zwei neuen Fahrzeugen

Ersatz nach 27 Jahren

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Ein Foto vor dem Staffellöschfahrzeug, das den Namen „Conni“ erhielt (von links): Pfarrer Sven Sabary, Werner „Conni“ Konrad, Pfarrer Martin Weber, Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth, Bürgermeister Peter Jakoby und Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu.

Heusenstamm - Die Feuerwehr stellt zwei neue Fahrzeuge in den Dienst. „Grundausstattung für die Sicherheit aller Bürger.“ Insgesamt wurden etwa 390 000 Euro investiert. Von Claudia Bechthold 

Keinen schöneren Leitsatz gebe es als jenen der Feuerwehren: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Pfarrer Sven Sabary hatte das Gleichnis vom barmherzigen Samariter für seine Ansprache gewählt und den Vergleich zur Feuerwehr gezogen. „Ich setze mich für andere ein und frage nicht, wer es ist“, benannte er die Gemeinsamkeit. Gemeinsam mit Pfarrer Martin Weber hatte Sabary die Aufgabe übernommen, den beiden neuen Fahrzeugen der Feuerwehr Heusenstamm während der offiziellen Übergabe die kirchliche Begleitung zu gewähren. Pfarrer Weber segnete zudem das Staffel-Löschfahrzeug und den Einsatzleitwagen.

Vertreter der Politik und benachbarter Feuerwehren hatte Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth zuvor im Feuerwehrhaus begrüßen können. Er dankte zunächst allen, die an der Beschaffung der beiden Fahrzeuge beteiligt waren. Vor allem das Verfahren einer europaweiten Ausschreibung habe Nerven gekostet, räumte er ein.

27 Jahre altes Tanklöschfahrzeug abgelöst

Während das Staffel-Löschfahrzeug ein 27 Jahre alter Tanklöschfahrzeug ersetzt, musste der Einsatzleitwagen wegen der Umstellung vom Analog- zum Digitalfunk als „Kommunikationskomponente“ erworben werden. Zudem rechnete Fanroth vor, das neue Löschfahrzeug koste jeden Bürger bei 25 Jahren Laufzeit etwa 60 Cent: „Ich denke, das ist als Investition in die eigene Sicherheit durchaus vertretbar.“ Knapp 300.000 Euro hat der Wagen gekostet, weitere 90.000 Euro der Einsatzleitwagen.

Nicht nur das Retten von Menschenleben und das Löschen von Bränden trainiere die Feuerwehr, betonte Bürgermeister Peter Jakoby, sondern auch schnell und zuverlässig am Brandort zu sein. Dazu müsse sie sich auch auf die „Hardware“ verlassen können. Der Verwaltungschef lobte in diesem Zusammenhang die Mitglieder der Einsatzabteilung, die ihnen anvertraute Geräte offensichtlich gut pflegen, denn der in die Jahre gekommene Vorgänger des Löschfahrzeugs sei stets einsatzfähig gewesen.

Mit den neuen Fahrzeugen sei die Sicherheit verbessert worden, fuhr Jakoby fort. Die neuen Autos seien keine schmucken Spielzeuge für die Feuerwehr, sondern die Grundausstattung für die Sicherheit aller.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

Die wichtigsten Notruf-Nummern

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi äußerte nicht nur seinen Stolz auf die Feuerwehren. Er nannte es auch gut, zu wissen, dass ihnen das nötige Handwerkszeug zur Verfügung gestellt werde. Das Staffellöschfahrzeug bietet einer Besatzung mit sechs Personen Platz, vier können sich während der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Es ist vor allem für technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und das Löschen von Waldbränden ausgerüstet, ist aber auch bei Unwettern und Bränden nützlich. Der Wassertank fasst 2500 Liter und wird ergänzt durch einen Schaummitteltank, aus dem automatisch gemischt werden kann.

Telefon, Fax und Internet, vor allem aber wichtige Funktechnik zählen zur Ausstattung des Einsatzleitwagens, in dem sich zwei Arbeitsplätze befinden. Die Computer fahren beim Starten des Motors automatisch hoch, Daten werden ins Feuerwehrhaus übertragen.

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