Stadtbrandinspektion hat viele Aufgaben

„Fit“ für die Zukunft

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Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu, Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth, die Stellvertreter Holger Schmidkunz und Harald Manger sowie Bürgermeister Halil Öztas (von links) nach der Wahl.

Heusenstamm - Ihre zweite Amtszeit als Stadtbrandinspektoren haben jetzt Gregor Fanroth und Harald Manger angetreten. Ergänzt wird ihr Team von Holger Schmidkunz. Zu dritt sind sie für den Brandschutz in der Schlossstadt verantwortlich. Von Claudia Bechthold 

Digitalfunk, elektronische Datenverarbeitung, neue Fahrzeuge, Kinderfeuerwehr, Ausbildung, interne Kommunikation und die personelle Situation: Es gibt viele Stichworte, mit denen sich das Dreier-Team an der Spitze der Heusenstammer Feuerwehren befassen muss. Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth und Stellvertreter Harald Manger haben jetzt für weitere fünf Jahre diese Aufgabe übernommen. Die Amtszeit des zweiten Stellvertreters Holger Schmidkunz hat einen anderen Rhythmus.

Zukunftsfähig wollen die drei die Feuerwehren der Schlossstadt machen. Dazu müsse an vielen Stellschrauben gedreht werden, versichern sie. Das beziehe sich auf die Technik ebenso wie auf die personelle Situation, erläutert Fanroth.

Gerade das Thema Nachwuchs liegt ihnen besonders am Herzen. „Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr in beiden Stadtteilen haben wir einen sinnvollen Schritt nach vorne gemacht“, ist sich auch Manger sicher. Erste Mitglieder haben bereits in die Jugendfeuerwehr gewechselt. Doch auch dieser Abteilung widmen sie ihre Aufmerksamkeit. Zwischen zehn und 17 Jahren sind deren Mitglieder alt. „Da ein 15-Jähriger nicht mehr so viel mit einem Zehnjährigen anfangen kann, haben wir überlegt, was man für die Älteren tun kann, damit sie dabei bleiben“, begründet Manger den Arbeitskreis 15 Plus, den sie ins Leben gerufen haben. 15- bis 17-Jährigen aus beiden Jugendwehren gilt dieses Angebot, das Ausbildung ebenso beinhaltet wie Spieleabende oder Ausflüge. Zudem werden sie in den ersten beiden Jahren in der Einsatzabteilung begleitet.

Ebenso wichtig ist den Stadtbrandinspektoren die personelle Situation in den Einsatzabteilungen. Noch sei der Frauenanteil viel zu niedrig. Außerdem seien tagsüber viele Aktive nicht in der Schlossstadt, könnten also im Ernstfall nicht ausrücken. „Wir brauchen mehr feuerwehrfreundliche Arbeitgeber in der Stadt“, betont Fanroth, die nichts dagegen haben, wenn jemand wegen eines Alarms „wegläuft“.

Ein weiteres Problem sei bezahlbarer Wohnraum. Junge Menschen vor allem ziehen weg aus der Stadt, weil die Mieten hoch sind. In Rembrücken gebe es überhaupt nur wenige Mietwohnungen. „Wir appellieren da auch an Privatbesitzer, die bereit sind, an Feuerwehrleute zu vermieten“, betont Gregor Fanroth. Jetzt gerade sei man auf der Suche nach einer Wohnung für zwei Personen für einen Feuerwehrmann.

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In den kommenden fünf Jahren werden sich Fanroth, Manger und Schmidkunz außerdem mit dem Feuerwehrhaus an der Rembrücker Straße befassen müssen. Ob Umbau oder Neubau, da müsse dringend etwas passieren, sind sie sich einig. Der festangestellte Gerätewart benötige einen vernünftigen Arbeitsplatz, Jugend- und Kinderfeuerwehr haben keinen eigenen Raum und die Elektrik sei völlig veraltet, nennen sie nur einige Punkte.

Dass ihre Arbeit seit fünf Jahren auf drei statt auf zwei Schultern laste, sei eine gute Entscheidung gewesen, betont Fanroth schließlich. Zumal sie „mit Katrin Rebell, selbst Feuerwehrfrau, hervorragende Unterstützung in der Verwaltung“ haben.

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