Heimat- und Geschichtsverein wählt Vorstand

Flucht ist das Jahresthema

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Der neue Vorstand (von links): Barbara Horn, Peter Jakoby, Erik von Knorre, Rudolf Fauerbach, Roland Krebs, Waltraud Freund, Hans Scheuern, Bürgermeister Halil Öztas und Friedhelm Koch.

Heusenstamm - Enormes leistet mittlerweile der Heimat- und Geschichtsverein, der durchaus zu den aktivsten Institutionen dieser Art in der Schlossstadt gezählt werden kann. 270 Mitglieder zählt er derzeit. Jetzt wurde ein neuer Vorstand gewählt. Von Claudia Bechthold 

Die Eröffnung der neuen Dauer-Ausstellung „Kraft des Glaubens“ ist sicherlich das Hauptereignis des vergangenen Jahres, über das Professor Elmar Götz den Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung berichtete. Doch auch die noch laufende Vortragsreihe über Sebastian von Heusenstamm, der als größter Sohn der Stadt angesehen werden darf, ist a ein weiterer Erfolg des Vereins. Mit noch diversen weiteren Vorträgen und Ausstellungen konnte Vorsitzender Dr. Roland Krebs mit der Bilanz für 2015 durchaus zufrieden sein.

Doch auch im begonnenen Jahr hat der Verein wieder viel Interessantes geplant. So wird das Hauptthema des Jahres – auch aus aktuellem Anlass – „Flucht und Vertreibung“ heißen. Erste Veranstaltung dazu ist ein Erzählcafé am nächsten Dienstag, 19. April, um 15.30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Eckgasse 5. Heusenstammer sind aufgerufen, über ihre Erinnerungen zu berichten, die sie an die Jahre 1945 bis 1947 haben. In dieser Zeit kamen mehr als 1500 Vertriebene in die Schlossstadt. Erzählt werden soll vor allem über das Ankommen in der Neuen Heimat aus Sicht der Ankömmlinge ebenso wie aus der Sicht der Ortsansässigen.

Begleitet wird das Café von Schülern der Adolf-Reichwein-Gymnasiums mit Geschichtslehrer Michael Kern, die daraus ein Projekt machen. Auch der Heimatlose Gedichtsverein widmet sich am Donnerstag, 28. April um 19 Uhr im Haus der Stadtgeschichte diesem Thema. „Fliehen und Flüchten“ heißt die Lesung mit Musik von Wolfgang Löll.

Ebenso gespann sein darf man auf den Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr. An diesem Vormittag soll eines Ereignisses aus dem Jahr 1961 musikalisch gedacht werden. Am Samstag, 8. Juli 1961, sendete der Hessische Rundfunk seine damals sehr beliebte Sendung „Frankfurter Wecker“ aus der Turnhalle der TSV an der Jahnstraße. Franz Kaiser mit seiner Band „Wir 4“ übt derzeit die Titel, die damals gespielt wurden. Und sicher wird die eine oder andere Anekdote erzählt.

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Für den Vorstand traten Gabi Tuschen, Gernot Richter, Peter Böse und Karl Rebell nicht mehr an. Dr. Roland Krebs wurde einstimmig von den Anwesenden als Vorsitzender bestätigt. Die Nachfolge des verstorbenen Dr. Volker Schneider als stellvertretender Vorsitzender tritt Rudolf Fauerbach an, der ebenso wie alle anderen Kandidaten einstimmig gewählt wurde. Neuer Schriftführer ist Dr. Friedhelm Koch, Schatzmeisterin bleibt Waltraud Freund. Beisitzer sind nun Barbara Horn, Hans Scheuern, Dr. Erik von Knorre und Peter Jakoby.

Schließlich stimmten die Mitglieder noch einstimmig einer Satzungsänderung zu, mit der die Zwecke des Vereins um die Punkte „Konzerte, Theater und sonstige kulturelle Veranstaltungen“ erweitert wurde.

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