Französisch für den Alltag

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Sie sind stolz auf das Diplom für gute Französisch-Kenntnisse: knapp hundert ARG-Schülerinnen und Schüler.

Heusenstamm ‐ Französisch ist am Adolf-Reichwein-Gymnasium längst eine Umgangssprache. Das liegt daran, dass die Schule die einzige in der Region ist, die diesen Unterricht als erste Fremdsprache anbietet. Von Michael Prochnow

Fünftklässler haben beim Eintritt ins ARG die Möglichkeit, die Verständigung mit dem europäischen Nachbarn zu wählen und die Englisch-Kenntnisse aus der Grundschule später zu vertiefen. Kein Wunder also, dass kürzlich fast 100 Mädchen und Jungen ein Zertifikat für ihr Wissen erhielten, das „Diplôme d’Études en Langue Française“, kurz DELF. Die Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 11 haben sich im regulären Französisch-Unterricht gezielt auf die Prüfungen vorbereitet. Viele haben darüber hinaus zwei eigens eingerichtete Vorbereitungskurse besucht, die Fachvorsteher Matthias Kaletta und Dorit Herold leiteten. Tests gibt es auf den vier Stufen des Europäischen Referenzrahmens, A1 für Anfänger ab dem zweiten Lernjahr, A2, B1 und schließlich B2, auf dem ab April erstmals Abiturienten der Klassen 12 und 13 mit der Intensität eines Leistungskurses trainieren werden.

Diplom ist auf der ganzen Welt anerkannt

Bereits im April und Mai des vergangenen Jahres absolvierten 96 Jugendliche die schriftlichen Arbeiten im Gymnasium. Zum mündlichen Teil reisten sie nach den Sommerferien mit zwei Bussen zum Institut Français in Mainz, das für Hessen das DELF koordiniert. Das Diplom, 1985 geschaffen, wird vom nationalen Erziehungsministerium Frankreichs verliehen. Es ist standardisiert und auf der ganzen Welt anerkannt, wirbt Kaletta.

Das Angebot richte sich an Personen mit nichtfranzösischer Nationalität, die aus beruflichen Gründen oder einfach aus Interesse Kenntnis nachweisen möchten. Immer mehr Unternehmen fordern den Nachweis bei einer Bewerbung. „DELF überprüft und bescheinigt den Gebrauch der Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens“, erläutert der Pädagoge. Dazu werden den Teenagern Texte und Themen vorgelegt, die sich am Leben der jungen Leute orientieren. Das Zertifikat sei lebenslang gültig. Bis es allerdings aus Mainz in die Hände der Teilnehmer gelangte, vergingen noch einmal Monate. Alle ARGler bis auf einen haben es geschafft. Die besten Absolventen waren Linda Stadtbäumer auf der Stufe A1 sowie Lara Gottschalk, Konstantin Henschler und Carmen Hügemann (A2). Marie-Theres Lange und Daniela Schmidt-Dengler stehen bei B1 an der Spitze.

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