Quote noch nicht erreicht

Frist für Glasfaser verlängert: Hauseigentümer haben noch bis März Zeit

Warnwesten auch für die Kinder der Awo-Kita „Die kleinen Möwen“: Miguel Gutierrez Prieto von teranet übergibt diesen an Mitarbeiterin Maria Dolores Molina.
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Warnwesten auch für die Kinder der Awo-Kita „Die kleinen Möwen“: Miguel Gutierrez Prieto von teranet übergibt diesen an Mitarbeiterin Maria Dolores Molina.

Knapp 30 Prozent der Schlossstädter Hauseigentümer haben sich bisher für einen Vertrag zu einem Glasfaser-Anschluss mit der Firma Teranet entschieden. Die von der GVG-Glasfaser-Gruppe angestrebte Quote von mindestens 40 Prozent der Haushalte in der Stadt ist damit noch nicht erreicht. Deshalb verlängert die GVG ihre selbst gesetzte Frist nun bis zum März kommenden Jahres.

Heusenstamm – Wie berichtet, war das Unternehmen aus Kiel Anfang dieses Jahres eine Kooperation mit der Stadt eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit war, möglichst viele Liegenschaften mit Glasfaser-Anschlüssen zu versorgen. Damit wird ein schnelleres Internet mit hohen Datenraten möglich. Voraussetzung für die GVG-Glasfaser-Gruppe war, mit mindestens 40 Prozent der Haushalte und Gewerbebetriebe einen Vertrag abzuschließen, damit sich der Ausbau des Glasfasernetzes zu den Gebäuden auch lohnt.

Als Grund für die Fristverlängerung nennt GVG vor allem die Tatsache, dass viele Wohnungseigentümer-Gemeinschaften keine Entscheidungen treffen konnten. Bei „klassischen“ Ein- oder Zweifamilien- und Reihenhäusern habe man die notwendige 40-Prozent-Quote sogar schon überschritten, berichtet GVG-Gebietsleiter Martin Pfeifer. Doch es gebe in Heusenstamm viele Mehrfamilienhäuser mit Wohnungseigentum. Und für diese müsse es einen Beschluss der Gemeinschaft geben, für den eine Zusammenkunft nötig sei.

Eine hohe Zahl an Eigentümerversammlungen habe aber wegen der anhaltenden Corona-Pandemie bislang nicht stattfinden können, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Dies werde derzeit vielerorts als „Durchführungsstau“ bezeichnet, erläutert GVG-Sprecher Marc Kessler. Dies verhindere gerade in Gebieten mit hoher Dichte an Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen – wie auch in Heusenstamm – den notwendigen Rücklauf an Vertragsabschlüssen für die Anbindung an die Glasfaser-Infrastruktur. Daher habe sich die GVG Glasfaser mit ihrer Marke Teranet entschlossen, die Vermarktungsphase bis Ende März kommenden Jahres zu verlängern, um so die für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau notwendige 40-Prozent-Quote definitiv erreichen zu können. Nach Einschätzung des Kieler Unternehmens werden viele Gebäudeeigentümerversammlungen erst Ende des Jahres oder im ersten Quartal 2022 stattfinden.

Gebietsleiter Martin Pfeifer: „Neben den einzelnen Mietern muss insbesondere auch der jeweilige Gebäudeeigentümer überzeugt werden. Stimmt der Gebäudeeigentümer nicht zu, können wir die Glasfaseranschlüsse für die einzelnen Wohnungen nicht realisieren, selbst wenn großes Interesse der Mieterinnen und Mieter in dem Gebäude besteht.“ Er rät: „Mieterinnen und Mieter sollten direkt auf den Vermieter beziehungsweise die Hausverwaltung zugehen, damit man sich dort aktiv mit diesem Thema beschäftigt.“ In diesem Zusammenhang lobt Martin Pfeifer das Engagement der Heusenstammer: „Wir sind nach wie vor zuversichtlich, den Glasfaserausbau in Heusenstamm zu stemmen, da Bürgerinnen, Bürger und Gewerbetreibende eindeutig auf unserer Seite sind und gerade in der Schlussphase der Vermarktung noch einmal sehr großes Interesse gezeigt haben.“

Auch der künftige Bürgermeister Steffen Ball steht hinter dem geplanten Ausbau mit Glasfaseranschlüssen: „Die Verlängerung gibt uns die Möglichkeit, gemeinsam noch mehr Menschen zu überzeugen, dass eine solche zukunftsweisende Infrastruktur wichtig ist für unsere Stadt.“ Wenn man den Ausbau jetzt ablehne, sinke die Chance, in den nächsten Jahren für eine zukunftsweisende Infrastruktur zu sorgen, sagte er auf Anfrage.

Unter z 0431 80649649 oder online auf teranet.de könne man individuelle Beratungstermine vereinbaren oder den kostenfreien Glasfaserhausanschluss bestellen.

Im Zusammenhang mit der Kooperation zwischen der Stadt und GVG hat die Firma jetzt sechs Kindertagesstätten mit Warnwesten für Kinder ausgestattet, damit die Kleinen während der Winterzeit auch bei Dunkelheit im Straßenverkehr besser zu sehen und sicherer unterwegs sind. Je 30 Warnwesten gingen an die städtischen Einrichtungen Wiesenborn, Murmel, Bieberbach, Rembrücken und den Hort Kinderburg sowie an die Kita „Die kleinen Möwen“ der Arbeiterwohlfahrt an der Herderstraße. „Wir möchten einen Teil dazu beitragen, dass die Kinder sicherer unterwegs sind“, sagt der kommunale GVG-Vertriebsleiter Miguel Gutierrez Prieto.  (clb)

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