Für eine digitale Verwaltung

Feuerwehr Rembrücken erhält knapp 12.000 Euro Fördermittel vom Land

Besuch aus Wiesbaden: Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus übergibt den Förderbescheid an den Rembrücker Feuerwehr-Vorsitzenden Kevin Schmittinger. Mit dabei ist der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi, Beatrix Duttine-Eberhardt, Projektleiterin beim DRK-Kreisverband, und Nachwuchs-Brandschützerin Laura.
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Besuch aus Wiesbaden: Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus übergibt den Förderbescheid an den Rembrücker Feuerwehr-Vorsitzenden Kevin Schmittinger. Mit dabei ist der Landtagsabgeordnete Ismail Tipi, Beatrix Duttine-Eberhardt, Projektleiterin beim DRK-Kreisverband, und Nachwuchs-Brandschützerin Laura.

Ganze 11 .790 Euro ergattert die Rembrücker Feuerwehr aus einem Fördertopf für Digitalisierung des Landes Hessen. Damit wollen die Brandschützer nun ihre Verwaltung in das 21. Jahrhundert katapultieren. Zum zweiten Mal vergibt das Land Fördermittel, um Vereine für die Zukunft zu rüsten. Dieses Jahr werden 1,5 Millionen Euro verteilt. Zur Übergabe des Förderbescheids sind Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus und Landtagsabgeordneter Ismail Tipi vor Ort.

Heusenstamm – Mit ihrem Konzept für eine digitale Vereinsverwaltung konnten die Rembrücker Brandhüter in Wiesbaden punkten. Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der Digitalisierung aufgezeigt. Viele Vereine litten durch abgesagte Feste auch finanziell unter der Krise. Der Vorsitzende des Fördervereins der Rembrücker Wehr, Kevin Schmittinger, beschreibt die schwierige Lage: „Wir hatten kaum Einnahmen durch die ausgefallenen Feste, und wir sitzen auch noch auf Kosten durch den Sturm 2019, der über eines unserer Feste hereinbrach.“

Deshalb sind alle bei der Feuerwehr dankbar über die finanzielle Spritze, ohne die sonst keine digitale Umrüstung möglich sei, so Schmittinger. Und die ist dringend nötig: Noch immer werde etwa die Mitgliederverwaltung ausschließlich auf Papier abgewickelt. Das Geld soll deshalb in eine neue Vereinsverwaltungs- und Buchhaltungssoftware investiert werden, aber auch um eine direkte Schnittstelle zur Bank zu bekommen. Zudem sollen neue Computer für den Vorstand angeschafft werden. Bei der Feuerwehr habe sich bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Umsetzung des Projektes befasse. Schmittinger: „Für den Verein, der sich sonst überwiegend durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert, bedeutet die Förderung eine ganz erhebliche Entlastung und ermöglicht eine schnellere Umsetzung der dringend notwendigen Modernisierungen.“

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus begründet bei der Übergabe in Rembrücken das neu aufgelegte Förderprogramm mit dem notwendigen digitalen Wandel: „Denn dieser kann vielfach helfen, Zeit zu sparen, effizienter zu arbeiten und damit das Ehrenamt ein stückweit attraktiver machen.“ Gerade die Corona-Pandemie habe die Bedeutung einer digitalen Infrastruktur noch einmal gezeigt. Dass eine zeitgemäße Ausstattung das Ehrenamt attraktiver macht, bestätigt vor Ort auch Beatrix Duttine-Eberhardt, Projektleiterin beim DRK-Kreisverband Offenbach. Denn der Verband war 2020 Begünstigter des Förderprogramms mit 15.000 Euro. Damit konnte unter anderem ein eigener Server eingerichtet werden, über den nun verschiedene Kommunikationsplattformen laufen, mithilfe derer sich die Ehrenamtlichen austauschen können. Aber auch per Video werden nun teils Lehrgänge angeboten. „Eine junge Mutter wollte gerne bei uns aktiv werden, konnte aber nicht die Schulungen immer vor Ort machen; durch unser digitales Angebot konnte sie ein Teil davon von zuhause aus machen“, sagt Duttine-Eberhardt.

Im Jahr 2020 wurden 109 Organisationen mit einer Gesamtsumme von rund einer Million Euro gefördert. In diesem Jahr wurde das Fördervolumen noch einmal auf 1,5 Millionen Euro erhöht. 160 gemeinnützige Institutionen erhalten Beträge zwischen 5 000 und 15.000 Euro. Gut 450 Organisationen hatten einen Antrag auf Förderung gestellt. Ausgewählt werden diejenigen, die die Jury in Wiesbaden überzeugen. Dabei komme es vor allem darauf an, dass der Schwerpunkt der Förderung auf der internen Verwaltung und Organisation oder etwa der Mitgliedergewinnung liegt. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei zehn Prozent der Fördersumme. (Von Lukas Reus)

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