Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

„Tun wir genug gegen Krieg?“

Um an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern, legten Bürgermeister Halil Öztas und Friedrich Wingerter einen Kranz nieder.  (c)Foto: clb
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Um an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern, legten Bürgermeister Halil Öztas und Friedrich Wingerter einen Kranz nieder.

Heusenstamm - Der Opfer von Kriegen, Terror und Gewalt haben Heusenstammer Bürger, Politiker, Angehörige der Feuerwehr sowie der Reservistenkameradschaft gedacht. „Wir brauchen Frieden“, brachte es Pfarrer Achim Koubik von der Freien evangelischen Gemeinde auf den Punkt. Von Claudia Bechthold

Den Nächsten, ja auch den Feind zu lieben, habe Jesus den Menschen aufgetragen, betonte Achim Koubik, Pfarrer der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) in seiner Ansprache. Das sei Grundlage des Friedens. Musikalisch begleitet von der Stadtkapelle, gedachten die Heusenstammer aus Anlass des Volkstrauertags der Opfer von Kriegen, Terror und Gewalt. Dazu eingeladen hatte einmal mehr der Ortsverband des Sozialverbands VdK mit dem Vorsitzenden Friedrich Wingerter.

Bürgermeister Halil Öztas mahnte, diesen Tag der Trauer und Mahnung auch als Tag der Hoffnung auf Versöhnung zu verstehen. Zugleich müsse der Tag aber zum Nachdenken anregen, wie man auf Krieg und Gewalt reagieren müsse. Auch in vermeintlich ferne Krisenherde sei dieses Land längst einbezogen: „Seit rund 20 Jahren beteiligt sich Deutschland an internationalen Einsätzen, seit mehr als 15 Jahren sind unsere Soldaten in Afghanistan. Angesichts anhaltender Konflikte müssen wir uns immer wieder fragen, ob wir genug tun und ob wir das Richtige tun.“

UN: Wir leben in einer Ära der Vertreibung

Und nun? Ein Bootsflüchtling sitzt ratlos an der französisch-italienischen Grenze bei Menton. Foto: Sebastien Nogier
Ein Flüchtlingsjunge aus Burundi hat Schutz unter einem Moskitonetz gesucht. Foto: Dai Kurokawa
Flüchtlinge in einem Schlauchboot vor der italienische Insel Lampedusa. Foto: Darrin Zammit Lupi/MOAS.EU
Zunkunft ungewiss: Noch immer campieren gestrandete Flüchtlinge an der Mittelmeerküste von Ventimiglia an der italienisch-französischen Grenze. Foto: Luca Zennaro
UN: Wir leben in einer Ära der Vertreibung

Zudem müsse man feststellen, dass Gewalt und Terror immer näher kämen, sagte Öztas und erinnerte beispielhaft an die Opfer von Paris, Nizza und dem bayerischen Ansbach. Er sprach auch die Flüchtlinge an, von denen viele lieber friedlich in ihrer Heimat weitergelebt hätten: „Wir sollten mit ihnen reden, sie sollten uns von ihren Schicksalen erzählen“, forderte er.

Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehren Heusenstamm und Rembrücken sowie der Reservistenkameradschaft legten Wingerter und Öztas einen Kranz am Mahnmal auf dem Friedhof nieder. Ein Trompeter der Stadtkapelle spielte dazu „Ich hatt’ einen Kameraden“.

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Und nun? Ein Bootsflüchtling sitzt ratlos an der französisch-italienischen Grenze bei Menton. Foto: Sebastien Nogier
Ein Flüchtlingsjunge aus Burundi hat Schutz unter einem Moskitonetz gesucht. Foto: Dai Kurokawa
Flüchtlinge in einem Schlauchboot vor der italienische Insel Lampedusa. Foto: Darrin Zammit Lupi/MOAS.EU
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